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2019: Neuer Importboom in China?

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(AMI) Eigentlich kann man heute China als Land der unbegrenzten Möglichkeiten bezeichnen. Neben großen Chancen gibt es auch immer wieder hohe Risiken. Derzeit bereitet den Behörden, Branchenvertretern und Marktbeteiligten in China die ungehindert grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) große Sorgen.


Ausbreitung über riesige Entfernungen
Zum ersten Mal wurden im November in drei südchinesischen
Provinzen Fälle von afrikanischer Schweinepest gemeldet. Bis dahin
waren alle Fälle in den nördlichen oder östlichen Provinzen.
Südchina ist die Region in China, die am meisten Schweinefleisch
konsumiert. So wurde jüngst in kleineren Herden in den
südchinesischen Provinzen Yunnan, Hunan und Zhejiang Ausbrüche der
afrikanischen Schweinepest bestätigt. Insgesamt hat China
inzwischen mehr als 80 Ausbrüche in 20 Provinzen oder autonomen
Städten bzw. Regionen gemeldet. Mehr als 600.000 Schweine wurden im
Kampf gegen die Seuche bereits vorsorglich gekeult.
Steigende Preise in China
Bereits Mitte Oktober hat das chinesische
Landwirtschaftsministerium erneut vor der Möglichkeit steigender
Schweinepreise bis zum chinesischen Neujahr gewarnt, wo der Verzehr
von Schweinefleisch in der Regel seinen Höhepunkt erreicht. Zudem
beschränkt das Verbringungsverbot von Schweinen und Ferkeln das
Angebot an Schweinefleisch in bestimmten Regionen deutlich. Erste
regional große Preisunterschiede sind die Folge. Nachdem vor
wenigen Wochen in der nordöstlichen Provinz Liaoning ASP in einer
größeren Farm von 20.000 Schweinen festgestellt wurde und diese
Tiere gekeult wurden, hat das chinesische
Landwirtschaftsministeriums wiederholt appelliert, alle
Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Zudem sollen alle Tierhalter
auffällige Schweine und Todesfälle bei den Amtsveterinären
melden.
Des einen Leid, des anderen Freud
Dies hört sich leichter an, als es ist: Immerhin gibt es in
China derzeit immer noch 40 Mio. Kleinsthalter mit weniger als 500
Schweinen und Ferkeln pro Betrieb. Dahinter steht insgesamt die
Hälfte des landesweiten Schweineaufkommens. Erste Szenarien von
US-Marktexperten weisen ungeahnte Folgemöglichkeiten aus, wonach
die Inlandsproduktion bei einem Rückgang von 10 % bis 15 % in den
Jahren 2019 und 2020 der Importbedarf an Schweinefleisch sich
verdoppeln könnte. Nachdem neue Lieferanten auch aus Deutschland
die Exportzulassung von der chinesischen Veterinärbehörde bekommen
haben, könnte damit der Wettbewerb um die zur Verfügung stehenden
Schweine mit deutscher Geburt und Mast beflügelt werden. Auch der
Handelsstreit zwischen der USA und China kommt Vermarktern aus der
EU und aus Deutschland zu Gute.


Welche Prognose gibt es zur Schlachtschweinepreisentwicklung
2019? Diese und viele weitere Daten zu den verschiedenen Schlacht-
und Nutztiermärkten finden Sie im "https://www.ami-informiert.de/ami-shop/produktinformationen/markt-aktuell-vieh-und-fleisch.html">
Markt aktuell Vieh und Fleisch
. (29.11.2018)
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