Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Produktionswert

Landwirtschaftlicher Produktionswert 2018 wohl rückläufig

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Skyfish
Der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft dürfte im zu Ende gehenden Jahr 2018 gesunken sein. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn beziffert die Kenngröße mit Verweis auf erste vorläufige Schätzungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf 53,26 Mrd Euro; das wären 2,99 Mrd Euro oder 5,3 % weniger als 2017. Begründet wird die negative Entwicklung vor allem mit der lang anhaltenden Trockenheit. Zugleich wird allerdings darauf verwiesen, dass die Vergleichbarkeit mit früheren Daten wegen einer grundlegenden Überarbeitung der Methodik eingeschränkt sei.
Im Einzelnen wird der Produktionswert der pflanzlichen Erzeugung 2018 auf 22,63 Mrd Euro veranschlagt, womit der Vorjahreswert um 3,27 Mrd Euro oder 12,6 % verfehlt würde. Als wichtigste Ursache werden die Ernteeinbußen bei den Futterpflanzen angeführt, die auf 34 % veranschlagt werden. Der betreffende Produktionswert geht voraussichtlich um 28,9 % auf 3,32 Mrd Euro zurück.
Für Getreide gehen die Bonner Beamten für 2018 von einem Produktionsminus von gut einem Fünftel auf etwa 36 Mio t aus. Obwohl für den durchschnittlichen Verkaufserlös ein Anstieg um 12,8 % auf 167 Euro/t angenommen wird, verringert sich der Produktionswert für Getreide um 10,3 % auf 5,98 Mrd Euro. Als Folge der geringeren Erzeugung von Futtergerste hält die Bundesanstalt mit Blick auf 2019 Preissteigerungen für Mischfuttermittel für wahrscheinlich.
Derweil dürfte sich der Produktionswert der tierischen Erzeugung mit einem Plus von 145 Mio Euro oder 0,5 % auf 27,23 Mio Euro 2018 stabil entwickelt haben. Den größten absoluten Zuwachs bei der tierischen Produktion erwarten die Bonner Fachleute für Geflügel, und zwar um 440 Mio Euro oder 19,9 % auf 2,65 Mrd Euro. Für die Rinderproduktion wird ein Produktionswert von 4,10 Mrd Euro ausgewiesen, was einem Plus von 10,6 % entsprechen würde. Der Wert der Schweineerzeugung soll um 1,2 % auf 7,21 Mrd Euro steigen. Größter Posten bei der Tierproduktion ist traditionell die Milch, deren Produktionswert 2018 um 5,9 % auf 11,03 Mrd Euro schrumpfen soll. Nach Schätzung der BLE bleibt der Milcherzeugerpreis mit 34,3 Cent/kg im Mittel um 7,3 % unter dem Vorjahreswert. AgE (19.12.2018)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Getreideernte 2019
EU-Kommission korrigiert Ernteprognose nach unten
01.08.2019 — In der Europäischen Union dürfte die Getreideernte vor allem wegen des wohl geringeren Weizenaufkommens etwas kleiner ausfallen als bisher erwartet wurde. Die EU‑Kommission nahm ihre Prognose für 2019/20 zuletzt auf insgesamt 310,2 Mio t Getreide zurück;
Ernte 2019
MARS rechnet mit überdurchschnittlichen Getreideerträgen
24.07.2019 — Die Agrarmeteorologen der Europäischen Kommission erwarten für die EU-28 trotz hitzebedingter Abschläge weiterhin einen insgesamt leicht überdurchschnittlichen Getreideertrag, der das 2018 erreichte Niveau übertreffen dürfte. Das geht aus Daten des aktuellen Monitoring Agricultural ResourceS (MARS) der Brüsseler Kommission hervor, die gestern vorgelegt wurden
Ernte 2019
Wintergerste in Hessen mit unerwartet guten Erträgen
19.07.2019 — Während frühe Getreidebestände in Hessen offenbar gut mit der Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen fertig wurden, rechnet der Hessische Bauernverband (HBV) bei den späteren Beständen doch mit spürbaren Folgen für Erträge und Qualitäten.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Ernte 2019
Raiffeisenverband erwartet deutlich weniger Getreide
17.07.2019 — Weil die große Hitze in den vergangenen Wochen Spuren in den Getreidebeständen hinterlassen hat, geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nun vor allem für die ostdeutschen Bundesländer von einer deutlich kleineren Ernte aus. Das bundesdeutsche Aufkommen veranschlagte der Verband heute auf insgesamt rund 46,5 Mio t Getreide;

xs

sm

md

lg

xl