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Ernährung

Klöckner sieht sich durch Ernährungsreport bestätigt

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht sich in ihrer Politik zu Ernährungsfragen durch den diesjährigen Ernährungsreport bestätigt. Wie sie heute bei der Vorstellung der betreffenden Umfrageergebnisse vor Journalisten in Berlin ausführte, sprach sich ein Großteil der Befragten für weniger Fett und Zucker in Fertigprodukten aus. Gleichzeitig gaben 99 % an, das für sie der Geschmack bei Lebensmitteln an vorderster Stelle stehe.

Daher sei es umso wichtiger im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie schrittweise und nicht abrupt den Zucker-, Salz- und Fettgehalt von verarbeiteten Lebensmitteln zu senken und somit das Geschmacksempfinden der Bevölkerung mitzunehmen, betonte die Ministerin. Sie verwies in diesem Zusammenhang auch auf die langfristige Reduzierung des Salzgehaltes von Lebensmitteln in Finnland, die erfolgreich gewesen sei. Einseitige Schritte wie die Zuckerstreuer auf Softdrinks in Großbritannien seien dagegen insgesamt nicht zielführend, so Klöckner.

Auch beim Thema Tierwohllabel sieht sich die CDU-Politikerin von den Verbrauchern mitgetragen. Laut Ernährungsreport befürworteten mehr als 80 % der Befragten ein staatliches Siegel, das sicherstelle, dass Nutztiere besser gehalten würden als gesetzlich vorgeschrieben sei. Klöckner betonte, dass die Vielzahl an Siegeln noch nichts über deren Qualität und Verlässlichkeit aussage. Ein staatliche Orientierung und Einordnung sei hier von den Verbrauchern ausdrücklich gewünscht. Die Ministerin stellte auch klar, dass ein „Mehr an Tierwohl“ nicht zum Nulltarif zu haben sei. Diese Mehrkosten dürften dann aber keinesfalls ausschließlich bei den Tierhaltern abgeladen werden.

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums in einer repräsentativen Umfrage rund 1 000 Verbraucher im Alter ab 14 Jahren zu ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten befragt. Es war die vierte Untersuchung dieser Art seit 2015. AgE (09.01.2019)
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