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Kükentötung

Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei beendet Kükentöten am schnellsten

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Die Bundesregierung bevorzugt eigenen Angaben zufolge keine der möglichen Wege zur Beendigung des Kükentötens. Man habe hinsichtlich der aktuell in Frage kommenden Alternativen Bruderhähne, Zweinutzungsrassen und Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei keine Präferenz, heißt in der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke. Allerdings ist die Regierung der Ansicht, dass sich das Kükentöten in der Breite am schnellsten mit der Geschlechtsbestimmung im Brut-Ei beenden lasse.
Die Brütereien müssten mit dem Kükentöten aufhören, „sobald ihnen praxistaugliche Alternativen zur Verfügung stehen“, bekräftigt die Bundesregierung. Nach ihrer Darstellung wird die Firma SELEGGT die Markteinführung des an der Universität Leipzig entwickelten endokrinologischen Verfahrens zur Geschlechtsbestimmung gemeinsam mit Rewe vornehmen. Nachdem mittels dieses Verfahrens erzeugte Konsumeier bis vor kurzem ausschließlich in Berliner Rewe-Filialen erhältlich seien, solle das Angebot bis Jahresende auf alle Rewe-Läden im Bundesgebiet ausgedehnt werden. Ab 2020 solle das Verfahren auch anderen Marktteilnehmern zugänglich gemacht werden. Den Brütereien wolle SELEGGT das Verfahren als kostenneutrale Dienstleistung zur Verfügung stellen.
Linken-Agrarsprecherin Dr. Kirsten Tackmann hielt der Bundesregierung vor, sie setze bei der Beendigung des Kükentötens, wie bereits bei der Ferkelkastration, nicht auf die tierschutzgerechtesten Lösungen. „Mit Zweinutzungsrassen und Bruderhahninitiativen würde das Töten der männlichen Küken der Legelinien wirklich beendet“, so die Abgeordnete. Die Voraussetzung dafür sei der nötige politische Willen. Hingegen dürften Widerstände bei Verarbeitungs- und Handelskonzernen nicht hingenommen werden.
Tackmann kritisierte eine ungleiche Förderung zugunsten technischer Lösungen. Selbstverständlich müsse demgegenüber eine mindestens gleichberechtigte Unterstützung von Bruderhahninitiativen und Zweinutzungsrassen sein. Die Linken-Politikerin kritisiert, dass bei technischen Methoden das Töten männlicher Küken der Legelinien aus rein betriebswirtschaftlichen Erwägungen nicht beendet, sondern lediglich zeitlich vorgezogen werde. „Das bleibt aus Tierschutzsicht falsch“, betonte die „gelernte“ Tierärztin. AgE (14.02.2019)
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