Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

MRSA

Fast alle konventionellen Schweineherden in Dänemark MRSA-positiv

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Das methicillin-resistente Bakterium Staphylococcus aureus (MRSA) ist in konventionellen dänischen Schweinebeständen offenbar extrem verbreitet. Im Rahmen einer Untersuchung von 130 schweinehaltenden Betrieben im vergangenen Jahr wies die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde in neun von zehn Herden das gegen gängige Antibiotika resistente Bakterium nach. Deutlich weniger oft fand sich der Erreger in Öko- und Freilandhaltungen, und zwar bei rund 20 % der analysierten Betriebe.
Die Behörde weist allerdings darauf hin, dass es sich bei den hohen MRSA-Zahlen in konventionellen Schweineherden um kein neues Problem handle. Vielmehr liege der Wert etwa auf dem Niveau einer früheren Stichprobenanalyse aus dem Jahr 2015. Laut Amtschef Stig Mellergaard werden die Schweine in der Regel auch nicht krank. Ebenso wenig stelle das Bakterium bei Einhaltung der üblichen Hygieneregeln für gesunde Menschen eine Gefahr dar. Ein Risiko gehe von dem Fleisch entsprechender Tiere vielmehr vor allem für geschwächte Menschen aus.
Mellergaard rechnet nicht damit, dass sich MRSA im dänischen Schweinebestand ausmerzen lässt. Ein entsprechendes Eradikationsprogramm wie es beispielsweise Norwegen vor einigen Jahren erfolgreich durchgeführt hat, würde laut seinen Angaben in Dänemark mindestens mehrere Milliarden Euro kosten. Der Behördenchef plädiert stattdessen dafür, mit gut ausgebildetem Personal und umfassenden Schutzmaßnahmen dafür zu sorgen, dass der Erreger die Ställe nicht verlässt.
Ungeachtet dessen setzt die dänische Regierung mit einem „MRSA-Aktionsplan“ darauf, den Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung und damit das Potential für neue Resistenzbildungen weiter abzusenken. AgE (06.03.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Afrikanische Schweinepest
Spürbarer Rückgang bei den ASP-Infektionen in Polen
16.05.2019 — Obwohl die Infektionsrate im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist, können die polnischen Amtsveterinäre beim Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) keine Entwarnung geben. Nach Angaben der Obersten Veterinärbehörde wurden zwischen dem 22. April und dem 5 Mai weitere 84 ASP-Fälle bei Wildschweinen registriert.
Ferkelkastration
Tierschutz- und Kostenargumente gegen Isolflurannarkose
10.05.2019 — Die in dieser Woche vom Bundeskabinett beschlossene Ferkelbetäubungssachkundeverordnung hat in Politik und Verbänden unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Die agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Dr. Kirsten Tackmann, nannte es einen "Offenbarungseid in Sachen Tierschutz", die Isoflurannarkose in die Hand tierärztlicher Laien zu geben.
ASP
Viele Schweinehalter rechnen mit ASP-Verbreitung nach Deutschland
16.04.2019 — Viele der hiesigen Schweinehalter gehen offenbar nicht von einem dauerhaften Fernhalten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aus Deutschland aus. Bei einer nicht repräsentativen Umfrage der R+V Versicherung auf der Internetplattform www.raiffeisen.com schätzten 48 % der Umfrageteilnehmer das Einschleppungsrisiko für Deutschland als "eher hoch" bis "hoch" ein.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Schweinefleisch
Deutschland klare Nummer eins im EU-Handel mit Schweinefleisch
13.04.2019 — Deutschland hat im vergangenen Jahr weniger Schweinefleisch in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union verkauft, ist aber mit Abstand der wichtigste Anbieter im Binnenmarkt geblieben.

xs

sm

md

lg

xl