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Artenschutz

Rukwied und Hauk: Artenschutz ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

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Der Natur- und Artenschutz muss als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden, bei der die Landwirtschaft ihren Teil zur Lösung beiträgt. Diese Auffassung hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, anlässlich des gestrigen Internationalen Tages des Artenschutzes bekräftigt. „Wir Bauern nehmen den Arten- und Naturschutz sehr ernst und setzen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt um“, unterstrich Rukwied. Daran werde die Landwirtschaft in Zukunft noch stärker arbeiten.
Zuvor hatte auch schon Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk betont, dass zum Erhalt der biologischen Vielfalt das Handeln der gesamten Gesellschaft gefordert sei. Im Kern gehe es darum, die Landschaften insgesamt arten- und insektenreicher zu gestalten. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt, einer der drängendsten Fragen dieser Zeit, seien viele kleine Bausteine und Schritte auf vielen Ebenen notwendig, um die Herausforderungen zu meistern, erklärte der CDU-Politiker.
Derweil warf der Naturschutzbund Deutschland (NABU) der Bundesregierung und insbesondere Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner „gravierende Versäumnisse“ beim Umwelt- und Naturschutz vor. Anlässlich des einjährigen Bestehens der aktuellen Bundesregierung stellte NABU-Präsident Olaf Tschimpke heute in Berlin fest, dass Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die meisten ihrer Minister die Bedeutung des Umweltschutzes offenbar nicht erkannt hätten. Die schwarz-rote Koalition agiere in diesem Bereich insgesamt zu träge und oft nur auf Druck von Gerichten oder der Gesellschaft.
Den größten Handlungsbedarf auch im Hinblick auf den Natur- und Artenschutz sieht Tschimpke bei der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die Verteilung der fast 60 Mrd Euro Agrarsubventionen im Jahr könne „zum Rettungsanker oder aber Todesurteil für Insekten und Feldvögel werden“. Nach Ansicht des NABU-Präsidenten hat Klöckner ihre Chance verpasst, das Agrarressort zu einem „Lebensministerium“ zu machen.
Große Erwartungen an Klöckner richtet Tschimpke aber in Bezug auf die Ackerbaustrategie. Hier müsse die Ressortchefin endlich konkrete Maßnahmen zur Verringerung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes vorlegen. Notwendig seien im Ackerbau auch die Verkleinerung der Schlaggrößen und ein stärkerer Fokus auf Blühstreifen und den Gewässerschutz. Zudem müsse sich Klöckner für Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) ohne chemischen Pflanzenschutz von mindestens 10 % stark machen. AgE (06.03.2019)
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