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Änderung der Düngeverordnung

Landvolkpräsident bekräftigt Kritik an erneuter Änderung der Düngeverordnung

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Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke hat seine Kritik an einer weiteren Verschärfung der Düngeverordnung bekräftigt. Aus seiner Sicht stellt eine abermalige Novellierung des Düngerechts Niedersachsens Landwirte vor "unlösbare" Umsetzungsprobleme. Schulte to Brinke zufolge verkennen die im Bundeslandwirtschaftsministerium erarbeiteten Vorschläge die Realität auf den Höfen. Zudem befürchtet er aufgrund der vorgelegten Konzepte Konfliktfelder, die sich nicht befrieden ließen. "Die Vorgaben zu einer Düngung unterhalb des Pflanzenbedarfs widersprechen den Qualitätsanforderungen unserer direkten Käufer und damit auch der Verbraucher", betonte der niedersächsische Landesbauernpräsident heute.
Schulte to Brinke sieht die Qualitätsweizenerzeugung für Brotgetreide und auch den Anbau von Winterraps als wichtiger Ölpflanze, Nahrungsquelle für Insekten und als Lieferant eiweißhaltiger Futtermittel gefährdet. Die Obst- und Gemüseanbauer könnten mit den in Aussicht gestellten Vorschriften keine Produkte mehr in der gewünschten Qualität liefern. Das betreffe auch Ökobauern. "Damit wird das saisonale und regionale Angebot an Gemüse und Obst radikal ausgebremst", stellte der Landvolkpräsident klar.
"Heftige Nebenwirkungen" durch die angedachten Verschärfungen der erst überarbeiteten Düngeverordnung befürchtet Schulte to Brinke auch in weiteren Punkten. Eine Düngung unter dem Bedarf der Pflanze hungere die Böden aus und sei „mit Raubbau an der Bodenfruchtbarkeit“ gleichzusetzen, erklärte der Landvolkpräsident. Die Klimaschutzziele des Bundes seien mit den für die Düngeverordnung vorgelegten Änderungen ebenfalls nicht in Einklang zu bringen. AgE (12.03.2019)
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