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Tierquälerei

Schweinemäster muss wegen Tierquälerei ins Gefängnis

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Wegen Tierquälerei hat das Amtsgericht Ulm am vergangenen Freitag einen Schweinemäster aus dem baden-württembergischen Merklingen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Laut Urteilsbegründung sind Hunderte Schweine infolge der desolaten Zustände in dem Stall gestorben oder mussten wegen ihrer massiven Verletzungen getötet werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner begrüßte gestern in einer Pressemitteilung das Urteil: „Unsere Tierschutzgesetze sind kein Vorschlag zur Güte, sondern unbedingt einzuhalten. Wer mit Tieren umgeht als seien sie nur eine Ware, wer sie in desolaten Zuständen verenden lässt und Tiere quält, dem gehört die Erlaubnis entzogen, mit Tieren umzugehen.“
Klöckner betonte, dass es richtig sei, dass Tierquäler und diejenigen, die sich nicht an die Gesetze halten, bestraft würden. „Jeder Tierhalter, der nicht ordentlich mit seinen Tieren umgeht, schadet nicht nur den Tieren, sondern dem ganzen Berufsstand und den vielen Tierhaltern, die sich vorbildlich verhalten“, machte die Ministerin klar. Insgesamt kamen laut Presseberichten in den Ställen des 56-jährigen Angeklagten mehr als 1 600 Schweine ums Leben; zwei verletzte Tiere soll er mit einem Vorschlaghammer erschlagen haben. Der Richter sprach von einer „Massentierhölle" und verhängte erstmals in Deutschland eine Haftstrafe wegen Tierquälerei gegen einen Schweinehalter.
Aufgedeckt hatten die Missstände Aktivisten der „SOKO Tierschutz“, deren Filmaufnahmen bereits 2016 bei „Stern TV“ gezeigt und die auch vor Gericht als Beweis vorgeführt wurden. Das gegen die Tierschützer wegen unerlaubten Zutritts eröffnete Verfahren war nach Zahlung einer Strafe von 100 Euro eingestellt worden. Die Ställe des Tierhalters sind schon seit längerem geschlossen. Der Landwirt hatte ausgesagt, er sei gesundheitlich angeschlagen und mit der Tierhaltung überfordert gewesen. AgE (19.03.2019)
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