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ländlicher Raum

Landwirtschaft wichtig für boomende ländliche Räume

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Die Landwirtschaft kann für eine erfolgreiche Entwicklung ländlicher Räume eine wesentliche Rolle spielen. "Prosperierende Regionen brauchen eine für die Bevölkerung attraktive Kulturlandschaft", betont der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft (DSK), Dr. Helmut Born, im Interview mit AGRA-EUROPE. Diese gebe es ohne wirtschaftende Landwirte nicht. Deshalb müsse es ein gemeinsames Ziel der gesamten Bevölkerung bleiben, den Flächenverbrauch durch Überbauung in Grenzen zu halten.
Umgekehrt müssen die Bauernfamilien dem Stiftungsvorsitzenden zufolge deutlich machen, dass auch sie Probleme, etwa bei der Einhaltung von Nährstoffkreisläufen in dieser Kulturlandschaft, ernst nehmen und lösen wollten. Das gelte selbstverständlich auch für die Wahrung des Artenreichtums in der Landschaft. Dazu notwendige extensivere Wirtschaftsweisen, Blühstreifen und Feldlerchenfenster erhöhten die Kosten in der Landwirtschaft und brauchten deshalb einen verlässlichen finanziellen Ausgleich.
Im Interview verweist Born auf "den Faktor Mensch", der darüber entscheide, ob sich eine Region positiv entwickelt oder den Anschluss verpasst. "Nur wenn unternehmerische Neugierde, Selbstständigkeit und Risikobereitschaft im Denken und Handeln der Bevölkerung fest verankert sind, wird eine Region prosperieren und mit immer neuen, wissensbasierten Produkten wirtschaftlich erfolgreich sein", ist der frühere Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV) überzeugt.
Förderpolitik könne und dürfe immer nur Hilfe zur Selbsthilfe der Menschen sein. "So intensiv Förderkulissen auf europäischer und deutscher Ebene ausgearbeitet sein mögen, für die Bevölkerung und Wirtschaft vor Ort hat der jeweilige Landkreis die größte Entscheidungskompetenz", stellt Born heraus. Die aktuellen Modellprojekte mit Regionalbudgets in der Strukturförderung für Landkreise und Kommunen gingen daher in die richtige Richtung. AgE (22.03.2019)
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