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Rapsumbruch

Kleffmann: Landwirte brechen relativ großen Anteil der Rapsflächen um

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Die Landwirte in Deutschland haben einen recht umfangreichen Teil ihrer eigentlich für die kommende Ernte vorgesehenen Winterrapsareale umgebrochen. Wie die Lüdinghausener Kleffmann Group heute mit Verweis auf Ergebnisse von Satellitenbildern ihres „CropRadar“ vom November 2018 mitteilte, belief sich die ursprüngliche Aussaatfläche in der Bundesrepublik auf 965 853 ha. Unterdessen ergab aber eine von der Unternehmensberatung durchgeführte Panelbefragung unter 1 099 Landwirten, dass sich diese gezwungen sehen 67 725 ha oder 7,0 % des Aussaatareals umzubrechen.
Im Herbst 2017 habe diese Kenngröße bei nur 1,6 % gelegen, stellte die Kleffmann Group fest. Damit seien die Bedingungen für den Winterrapsanbau in dieser Saison um ein Vielfaches ungünstiger gewesen. Als Gründe für diese negative Entwicklung führt die Consulting unter anderem zunehmende Schäden durch Insekten wie den Rapserdfloh an. Ursachen dafür könnten voranschreitende Resistenzen der Insekten gegenüber Pyrethroiden sein, denn der Einsatz neonikotinoider Beizen sei nicht mehr erlaubt. Zudem habe mangelnde Feuchtigkeit zum Zeitpunkt der Keimung dazu geführt, dass der Raps regional nicht aufgelaufen sei.
Mit Blick auf die regionalen Entwicklungen meldet die Kleffmann Group deutliche Unterschiede. So wurde für Baden-Württemberg mit einer Umbruchrate von nur 1 % der geringste Flächenrückgang im Ländervergleich festgestellt, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz mit jeweils 2 %. Die größten relativen Umbrüche weisen die Lüdinghausener Fachleute für Hessen mit 17 % der ursprünglichen Aussaatfläche aus. Ebenfalls deutliche Arealeinschränkungen wurden für Brandenburg und Thüringen festgestellt, und zwar um 16 % und 15 %. In den übrigen Bundesländern reicht die Bandbreite der Umbruchraten von 4 % in Sachsen bis 9 % in Niedersachsen. AgE (25.03.2019)
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