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Düngeverordnung

Vorschlag für 7-Punkte-Programm als Reaktion auf verschärfte Düngeanforderungen

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Ein gemeinsames Papier zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe angesichts zu erwartender weiterer Verschärfungen im Düngerecht haben Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ihre nordrhein-westfälischen Amtskollegin Ursula Heinen-Esser vorgelegt. In einem 7-Punkte-Programm schlagen die Ministerinnen eine verstärkte Investitionsförderung für Lagerstätten sowie Maschinen und Geräte vor, außerdem nichtinvestive Maßnahmen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe. Diese Instrumente sollen dazu beitragen, die Emissionen bei der Ausbringung von Dünger zu vermindern.
Mit einem Bundesprogramm Nährstoffe soll die Ermittlung der Nährstoffgehalte von flüssigen Wirtschaftsdüngern während der Entnahme aus dem Lagerbehälter und der Ausbringung vorangebracht werden. Die Nährstoffverwertung durch die Pflanzen will man durch neue und innovative Techniken verbessern. In der Tierhaltung wollen die Ministerinnen qualitatives Wachstum stärken. Dazu beitragen soll die Förderung von Investitionen in mehr Tierwohl.
Die nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete sollen deutschlandweit differenziert ausgewiesen werden, um die Beschränkungen für die Landwirtschaft besser auf die Gebiete mit akutem Handlungsbedarf auszurichten. Noch konsequenter unterstützen will man Agrarumweltmaßnahmen sowie freiwillige Vereinbarungen zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft, die zum Schutz des Grundwassers beitragen. Schließlich sollen Beratungskonzepte im Bereich der Fütterung der Nutztiere gefördert werden.
Klöckner lässt indes keinen Zweifel daran, dass sich die Landwirte auf weiter steigende Anforderungen an die Düngung einstellen müssen. „Gerade in stark belasteten Gebieten müssen und wollen wir noch besser werden“, so die CDU-Politikerin. Allerdings müssten die zusätzlichen Maßnahmen, die von der EU-Kommission verlangt würden, fachlich praktikabel sein. AgE (01.04.2019)
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