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Initiative Tierwohl

Initiative Tierwohl wirkt in der Breite des Sektors

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Die wichtige Funktion der Initiative Tierwohl (ITW) bei der Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland hat der Präsident des Thünen-Instituts (TI), Prof. Folkhard Isermeyer, gewürdigt. Bei der Verleihung des Innovationspreises Tierwohl Montag Abend in Berlin sprach Isermeyer von einem "kraftvollen Zusammenschluss", der mit mittlerweile 6 600 teilnehmenden Betrieben und mehr als 100 Mio Euro allein in diesem Jahr vom Lebensmitteleinzelhandel „in der Breite des Sektors“ etwas bewege.
Die erstmals erfolgte Auszeichnung innovativer Ideen und Projekte rund um die Schweine- und Geflügelhaltung sei wichtig, um Nachahmer zu finden und den Sektor insgesamt weiter voranzubringen auf Wegen jenseits des "Kostenminimierungspfades, den der Weltmarkt vorgibt", so der Thünen-Präsident.
Die Jury unter Vorsitz von Isermeyer zeichnete vier Landwirte aus. Die Preise sind mit 3 000 Euro bis 10 000 Euro dotiert. Zudem erhielten zwei wissenschaftliche Projekte den Zuschlag für eine finanzielle Förderung. Die Landwirtin Gabriele Mörixmann erhielt für die Idee eines Aktivstalls für Schweine den Preis für das innovativste Konzept. Den ersten Platz vergab die Jury an den Schweinehalter Peer Sachteleben für seinen mobilen Schweinestall mit Auslaufhaltung. Der zweite Platz ging an den Landwirt Heinz Hackmann, der in seinem Stall demonstriert, wie das Konzept des Aktivstalls in der Praxis funktioniert und das Tierwohl verbessert. Den dritten Platz für erfolgreich umgesetzte Projekte in der Landwirtschaft belegte der Schweinemäster Christoph Becker für die Umstrukturierung seines Stalls, die zu mehr Bewegungsfreiheit für die Tiere führte.
Neben den Preisträgern aus der Landwirtschaft gewannen zwei wissenschaftliche Projekte eine finanzielle Förderung zur Umsetzung. Den Zuschlag erhielt zum einen die Veterinärmedizinerin Dr. Birgit Spindler von der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover für die Entwicklung eines kameragesteuerten Frühwarnsystems, das gegenseitiges Verletzen von Puten erkennen soll. Zum anderen bekam Gé Backus von Connecting Agri & Food eine Förderung für das Pilotprojekt "Kluger Stall", bei dem es um eine innovative Lösung zum Management des Klimas in Schweineställen geht. Das Fördervolumen für die beiden wissenschaftlichen Projekte beträgt fast 400 000 Euro. AgE (10.04.2019)
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