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Lebensmittelkennzeichnung

Klöckner will zur Nährwertkennzeichnung Verbraucher befragen

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat den Vorschlag der Lebensmittelwirtschaft für ein einheitliches Nährwertkennzeichnungsmodell begrüßt, will bei der Entwicklung einer erweiterten Kennzeichnung aber in jedem Fall die Verbraucher beteiligen. Klöckner verwies heute auf eine Einschätzung des Max-Rubner-Instituts (MRI), wonach keines der bestehenden Kennzeichnungssysteme eine optimale Lösung für die Verbraucher biete. Das vom BLL vorgestellte System sehe zwar wichtige Informationen optisch vereinfacht vor, ermögliche aber ebenfalls keine schnelle Orientierung und Bewertung.
Bei einem Treffen, zu dem die Ministerin gestern in Berlin unter anderem Vertreter des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) sowie des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) eingeladen hatte, wurde deshalb das MRI beauftragt, ein weiteres Modell zu entwickeln, das gemeinsam mit vorhandenen relevanten Systemen in einer Verbraucherbefragung getestet werden soll. Das Bundeslandwirtschaftsministerium selbst wird dazu eine Umfrage und einen Praxistest vorbereiten, um die Bürger zu befragen, welches der unterschiedlichen Kennzeichnungssysteme ihnen in ihrem Alltag am meisten hilft. In diesem Test sollen verschiedene Kennzeichnungssysteme zur Auswahl gestellt werden, darunter auch der Vorschlag, den das MRI vorlegen wird.
"Ich möchte eine für die Verbraucher verständliche, erweiterte Nährwertkennzeichnung. Die gesunde Wahl soll die leichte Wahl sein", stellte Klöckner klar. Für die Verbraucher am besten wäre dabei nach ihrer Auffassung, wenn es europaweit eine einheitliche, vereinfachte Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen geben würde, die "wahre, klare Informationen und verlässliche Orientierung auf einen Blick bietet".
"Ich freue mich, dass Ernährungswirtschaft und Verbraucherverband diesen Prozess konstruktiv begleiten", betonte die Ministerin. Die wissenschaftliche Begleitung durch das MRI habe jedoch gezeigt, dass jedes derzeit bekannte Modell Vor- und Nachteile mit sich bringe. Deshalb habe man sich darauf geeinigt, die Verbraucher mit einzubeziehen und sie mitentscheiden zu lassen, was ihnen im Alltag am meisten Orientierung geben könnte. AgE (12.04.2019)
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