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Gewässerschutz

Umwelt- und Naturschutzverbände fordern Kehrtwende beim Gewässerschutz

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Ein Eckpunktepapier für eine Kehrtwende im Gewässerschutz haben neun Umwelt- und Naturschutzverbände vorgelegt. Kernpunkte des vorgeschlagenen Maßnahmenpakets sind eine deutliche Reduzierung der Tierbestände vor allem in nitratbelasteten Gebieten, eine schnelle und verpflichtende Einführung einer verbindlichen Stoffstrombilanz für alle Betriebe, sowie eine flächendeckende Aufzeichnungspflicht für die Verbringung von Nährstoffen, um auf diese Weise Gülletransporte besser zu erfassen.
Weitere Forderungen beziehen sich auf eine stärkere Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf Umweltziele, eine weitergehende gezielte Förderung des Ökolandbaus, die Festlegung von Gewässerrandstreifen bundeseinheitlich auf 10 m mit einem Anwendungsverbot für Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie die vollständige Einbeziehung mineralischer Düngemittel in die Gesamtstickstoffbilanz.
"Grundwasser und Gewässer verlässlich zu schützen erfordert verursachergerechte Lösungen und den politischen Willen, diese durchzusetzen", erklärten die Verbände. Die Bundesregierung müsse endlich wirksame Regeln und Maßnahmen für den Gewässerschutz vorlegen, und zwar auch über das Düngerecht hinaus.
Unterzeichnet ist das Eckpunktepapier vom Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Greenpeace, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie der Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland. AgE (12.04.2019)
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