Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Ernte 2019

Raiffeisenverband hebt Ernteprognosen an

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die diesjährige Getreide- und Rapsernte in Deutschland wird nach derzeitiger Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) etwas besser ausfallen als im März vorausgesagt wurde. Der DRV hob seine Ernteprognose für Getreide um gut 460 000 t auf annähernd 47,6 Mio t an; das wären 9,6 Mio t mehr als das dürrebedingt niedrige Aufkommen des vergangenen Jahres. Dabei geht der Verband jetzt von einer Zunahme der Weizenerzeugung gegenüber 2018 um 4,5 Mio t auf 24,4 Mio t und der Gerstenproduktion um gut 2,4 Mio t auf 12,0 Mio t aus.
Die nun vorausgesagte Getreidemenge entspricht laut DRV dem Fünfjahresmittel. Die Getreidebestände hätten sich im vergangenen Monat weiterhin gut entwickelt. „Allerdings hat die kühle und wechselhafte Witterung der vergangenen Wochen dazu geführt, dass sich der Vegetationsvorsprung, der noch im Vormonat bis zu drei Wochen betrug, nahezu vollständig aufgelöst hat“, berichtete der DRV-Getreidemarktexperte Guido Seedler. Damit die Getreide- und Rapsbestände ihr Ertragspotential entfalten könnten, sei in den kommenden Wochen ausreichend Niederschlag erforderlich. Insbesondere im Norden und Nordosten werden laut Seedler kontinuierliche Regenmengen benötigt.
Mit Blick auf den Roggen rechnet der Raiffeisenverband mit einer Produktion von gut 3,6 Mio t, was verglichen mit 2018 einem Anstieg von 1,4 Mio t entsprechen würde. Für den noch nicht ausgesäten Mais wird eine Steigerung des Aufkommens um etwa 940 000 t auf rund 4,3 Mio t prognostiziert. Während die Aussaat von Sommerhalmgetreide bis auf Einzelfälle abgeschlossen sei, werde die Maisaussaat in der zweiten April-Hälfte starten, so der DRV.
Zum Winterraps stellte Seedler fest, dass sich die Feldbestände trotz der teilweise schwierigen Startbedingungen gut entwickelt hätten. Obwohl die Durchschnittserträge leicht angehoben worden seien, werde die Erntemenge aufgrund der drastisch reduzierten Anbaufläche deutlich unter dem Vorjahresergebnis liegen. Aktuell geht der Raiffeisenverband von gut 3,2 Mio t Raps aus, verglichen mit knapp 3,7 Mio t im Vorjahr. Angesicht anderslautender Flächenangaben der EU-Kommission betonte Seedler, dass die Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus Sicht des DRV „zutreffend“ sei. Destatis veranschlagt das Winterrapsareal auf nur 917 000 ha, während die Brüssel Behörde mit 1,1 Mio ha rechnet. AgE (17.04.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Ernte 2019
Wintergerste in Hessen mit unerwartet guten Erträgen
19.07.2019 — Während frühe Getreidebestände in Hessen offenbar gut mit der Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen fertig wurden, rechnet der Hessische Bauernverband (HBV) bei den späteren Beständen doch mit spürbaren Folgen für Erträge und Qualitäten.
Ernte 2019
Raiffeisenverband erwartet deutlich weniger Getreide
17.07.2019 — Weil die große Hitze in den vergangenen Wochen Spuren in den Getreidebeständen hinterlassen hat, geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nun vor allem für die ostdeutschen Bundesländer von einer deutlich kleineren Ernte aus. Das bundesdeutsche Aufkommen veranschlagte der Verband heute auf insgesamt rund 46,5 Mio t Getreide;
Dürre
Bauern in Nordwesteuropa hoffen auf Regen
17.07.2019 — Die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG) rechnet für 2019 mit einer nur unterdurchschnittlichen Ernte, sollte der Regen in den kommenden drei Wochen ausbleiben. Wie die NEPG gestern mitteilte, sind die Anbaubedingungen zurzeit zwar noch gut, aber der Grundwasserspiegel und die Bewässerungskapazitäten bereiteten Sorgen.
Börse
Tagesaktuell über die Terminmärkte informiert
Wie entwickeln sich die Preise? Wann soll ich verkaufen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Börsenkurse. Um höchstmögliche Erlöse zu erzielen, wird es immer wichtiger, den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf des Getreides zu nutzen. Das Preisniveau wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Informationen über das Wetter und damit auch das voraussichtliche Angebot, Zahlen über Lagerbestände oder auch die Nachfrage wichtiger Abnahmeländer. Wir informieren Sie tagesaktuell über die Entwicklung der Terminmärkte.
Erntehelfer
IG BAU-Bundesvorstand Schaum sieht keinen Mangel
15.07.2019 — Für ungerechtfertigt hält der Stellvertretende Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Harald Schaum, Klagen über fehlende Erntehelfer. "Es gab und gibt genügend Saisonarbeitskräfte", sagt der Gewerkschafter

xs

sm

md

lg

xl