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Wolf

Weidetierhalter pochen auf Bestandsmanagement beim Wolf

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Ein konsequentes Bestandsmanagement ist die zentrale Forderung eines Positionspapiers zum Wolf, das insgesamt 14 Naturnutzer-Verbände aus Mecklenburg-Vorpommern, darunter der Landesbauernverband (LBV), im Vorfeld des vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) ausgerufenen "Tag des Wolfs" unterzeichnet haben.

Der Wolf ist nach Ansicht der Verbände keine bedrohte Art mehr. Laut LBV-Präsident Detlef Kurreck ist er zumindest in den östlichen Bundesländern längst in einer Bestandssituation, die „ein aktives Management nicht nur zulässt, sondern es sogar dringend erforderlich macht“. Deshalb müsse der Wolf in der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie aus Anhang IV in den Anhang V überführt werden, damit eine Entnahme von Tieren ermöglicht wird. Die Unterzeichner des Positionspapiers fordern darüber hinaus die Bundesregierung auf, das Bundesnaturschutzgesetz mit der gleichen Zielrichtung zu ändern.

Auch der Landesbauernverband (LBV) Brandenburg bekräftigte seine Forderung nach einer Bestandsregulierung. Ihm zufolge ist das Land Brandenburg inzwischen flächendeckend von Wölfen besiedelt, wobei die Population um rund 30 % jährlich wachse. Die vom Wolf verursachten Nutztierrisse hätten dementsprechend in den vergangenen Jahren stark zugenommen und gefährdeten mittlerweile trotz intensiver Schutzmaßnahmen die Weidetierhaltung.

Nach Einschätzung von LBV-Präsident Henrik Wendorff ist es daher an der Zeit, den Fokus stärker auf den Erhalt der tierwohlgerechten Weidewirtschaft zu richten, statt "einer Wolfsromantik aufzusitzen, die jede Form der notwendigen Regulierung der Wolfsbestände verhindert". Wendorff forderte insbesondere Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, mit einer Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes den Weg für Schutzjagden nach skandinavischem Vorbild freizumachen. Werde darauf verzichtet, stehe die von den Verbrauchern bevorzugte Form der Tierhaltung vor allem wolfsbedingt vor dem Aus, warnt der LBV-Präsident. AgE (30.04.2019)
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