Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Düngeverordnung

Aeikens betont erneut Handlungsbedarf im Düngerecht

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Einen realistischen Blick auf den Handlungsbedarf im Düngerecht hat der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Hermann Onko Aeikens, angemahnt. Es sei nun einmal Fakt, dass das Grundwasser durch Nitrat belastet werde und keine signifikante Abnahme der Nitratwerte erkennbar sei, sagte Aeikens bei der Mitgliederversammlung des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF) in dieser Woche in Garrel.
Die Europäische Kommission habe sich die geltende Düngeverordnung intensiv angeschaut und dabei noch zahlreiche Schlupflöcher und Verbesserungsmöglichkeiten festgestellt. „Sollte sich Deutschland in dieser Sache nicht konstruktiv zeigen, drohen ein Zweitverfahren sowie schlimmstenfalls Strafzahlungen von bis zu 850 000 Euro am Tag“, so der Staatssekretär. Verhandlungsspielraum bestehe nach wie vor beim geforderten 20 %-Düngeabschlag in den roten Gebieten. Voraussetzung sei jedoch, dass man der Kommission adäquate Maßnahmen anbieten könne.

Demgegenüber bekräftigte der AEF-Vorsitzende Uwe Bartels seine ablehnende Haltung gegenüber einer erneuten Verschärfung der Düngeverordnung. Gerade jetzt sei es für das Oldenburger Münsterland als Hot-Spot von enorm hoher Wichtigkeit, das geltende Recht zügig umzusetzen. "Jede weitere Verschärfung würde zu einer Verschlechterung führen", betonte der frühere niedersächsische Landwirtschaftsminister. AgE (06.05.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Düngeverordnung
Düngeabschlag von 20 Prozent soll betriebsbezogen gelten
20.05.2019 — Das Bundeslandwirtschaftsministerium sucht nach Alternativen zu den bisherigen Brüsseler Vorgaben für eine Verschärfung der Düngeverordnung. Dem Vernehmen nach will das Ressort zwar an dem von der Europäischen Kommission geforderten 20 %-Abschlag vom Bedarf bei der Stickstoffdüngung in den roten Gebieten festhalten.
Düngeverordnung
Umweltminister fordern Änderung der Düngeverordnung
13.05.2019 — Die Umweltministerkonferenz (UMK) drängt auf eine Verschärfung der Düngeverordnung. Bei ihrem heutigen Treffen in Hamburg forderten die Ressortchefs die Bundesregierung dazu auf, die Verordnung von 2017 "umfassend und zügig" anzupassen.
Düngeverordnung
Umweltminister diskutieren über strengere Dünge- und Emissionsvorgaben
05.05.2019 — Die Umweltministerkonferenz (UMK) wird aller Voraussicht nach den Druck auf eine Verschärfung der Düngeverordnung erhöhen. In einem Beschlussvorschlag von Baden-Württemberg und Thüringen für das Treffen kommende Woche in Hamburg wird der Bund aufgefordert, die Verordnung von 2017 "umfassend und zügig" anzupassen.
Agrar-TV-Tipps
Online-Fernsehprogramm
Was läuft im TV? Allgemeine TV-Programme über Filme, Serien und Shows gibt es viele. Aber wenn Sie nie mehr eine spannende Sendung aus Ihrer Branche verpassen möchten, sollten Sie einen Blick in die Agrar-TV-Tipps werfen. Hier finden Sie alle Sendungen zur Landwirtschaft und zum Landleben.
Düngeverordnung
Thünen-Wissenschaftlerin hält Forderung nach Düngeverschärfungen für nachvollziehbar
24.04.2019 — "Nachvollziehbar" sind für Dr. Susanne Klages von der Stabsstelle Klima des Thünen-Instituts (TI) die derzeit diskutierten Verschärfungen der Düngeverordnung. Auch nach dem letzten Nitratbericht von 2016 habe sich die Grundwasserbelastung durch Nitrat nicht ausreichend vermindert, sagt die Wissenschaftlerin in einem Interview mit dem Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL).

xs

sm

md

lg

xl