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Ernteprognose

Raiffeisenverband korrigiert Ernteprognosen nach unten

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Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet jetzt für die diesjährige Ernte etwas weniger Getreide und deutlich weniger Raps. Wie der Verband heute in Berlin mitteilte, ist 2019 mit einem bundesdeutschen Getreideaufkommen von 47,2 Mio t zu rechnen. Im April waren die Fachleute noch von 47,6 Mio t ausgegangen. Trotzdem wäre dies noch eine durchschnittliche Ernte, die das trockenheitsbedingt schlechte Vorjahresergebnis um 24,4 % übertreffen würde. Von der Gesamtmenge soll mit fast 24,3 Mio t mehr als die Hälfte auf Weizen entfallen, gefolgt von Gerste mit 11,9 Mio t.
Laut dem DRV-Getreidemarktexperten Guido Seedler hat die feuchte und kühle Witterung der vergangenen Wochen den Trockenstress für die Getreide- und Ölsaatenbestände deutlich verringert. „Der Regen kam gerade noch rechtzeitig, um die Kulturen vor gravierenden Schäden zu bewahren“ betonte Seedler. Allerdings gebe es bei den Niederschlagsmengen weiterhin ein West-Ost-Gefälle. Während im Süden und Westen durch teilweise viel Regen eine deutliche Entspannung festzustellen sei, falle diese im Nordosten Deutschlands deutlich geringer aus. „Dort wird weiterhin dringend Regen benötigt, die Situation steht auf Messers Schneide“, so Seedler.
Dabei ist dem Marktexperten gerade jetzt eine ausreichende Wasserversorgung erforderlich, denn Gerste und Roggen hätten die Ähren bereits geschoben; beim Weizen stehe dies unmittelbar bevor. In dieser Entwicklungsphase entscheide sich, ob die Pflanzen ihr Ertragspotential optimal ausschöpfen könnten.
Indes korrigierte der DRV seine Prognose für die deutsche Rapsernte deutlich nach unten, und zwar um fast 200 000 t auf 3,0 Mio t, womit die schon relativ niedrige Vorjahresmenge um 17,1 % verfehlt würde. Als Begründung werden unter anderem voraussichtlich geringere Hektarerträge als Folge von Wasserknappheit angeführt. Außerdem habe das Statistische Bundesamt (Destatis) seine Schätzung für die Aussaatflächen für die Ölsaat nach unten gesetzt. Demnach dürfte sich das Winterrapsareal in diesem Jahr auf nur 887 000 ha belaufen; das wären 28 % weniger als 2018. AgE (15.05.2019)
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