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Geflügelgrippe

Belgien verschärft Vorsichtsmaßnahmen gegen Geflügelgrippe

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Um einer weiteren Verbreitung der gering pathogenen aviären Influenza (LPAI) des Virustyps H3N1 vorzubeugen, hat das belgische Landwirtschaftsministerium jetzt die Biosicherheitsmaßnahmen für die gewerblichen Geflügelhalter verschärft. So müssen diese Betriebe seit Montag unter anderem Stichproben auf den Virus testen lassen, wenn auf Stallniveau der Futter- und Wasserverbrauch der Tiere um mehr als 20 % sinkt, die wöchentliche Sterblichkeit die Grenze von 3 % übertrifft oder die Legeleistung während zwei Tagen um mehr als 5 % abnimmt.
Außerdem sollen dem Ministerium zufolge alle gewerblichen Geflügelhalter dafür sorgen, dass Fahrzeuge, die das Betriebsgelände befahren, gründlich mit einem zugelassenen Biozid desinfiziert werden. Ferner darf Geflügel von unterschiedlichen Betrieben nicht in einem Fahrzeug gleichzeitig transportiert werden. Der Zugang zu den Ställen ist für betriebsfremde Personen verboten; Schutzkleidung ist Pflicht. Darüber hinaus haben Betriebe mit infizierten Tieren Mist, Gülle und Einstreu aus den betroffenen Ställen zu desinfizieren.
Nach Angaben der Föderalen Behörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV) waren am Dienstag insgesamt 40 Betriebe von der Tierkrankheit betroffen. Der belgische Boerenbond zeigte sich über die rasche Ausbreitung alarmiert. Obwohl es sich um einen gering pathogenen Virus handle, verursache dieser umfangreiche Produktionsrückgänge und erhöhe die Sterblichkeit der Tiere.
Deshalb fordert der FAVV die Keulung der Tiere in den betroffenen Ställen. Dieser Maßnahme muss allerdings die EU-Kommission zustimmen. Das gilt auch für die von den Landwirten verlangten Entschädigungszahlungen für betroffene Geflügelhalter. Der belgische Tiergesundheitsfonds wird mit steuerähnlichen Abgaben der Geflügelhalter finanziert. Nach aktuellem Stand wären Entschädigungszahlungen für Einbußen durch H3N1 nach EU-Recht unzulässige staatliche Beihilfen. AgE (24.05.2019)
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