Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Geflügelgrippe

Belgien verschärft Vorsichtsmaßnahmen gegen Geflügelgrippe

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Um einer weiteren Verbreitung der gering pathogenen aviären Influenza (LPAI) des Virustyps H3N1 vorzubeugen, hat das belgische Landwirtschaftsministerium jetzt die Biosicherheitsmaßnahmen für die gewerblichen Geflügelhalter verschärft. So müssen diese Betriebe seit Montag unter anderem Stichproben auf den Virus testen lassen, wenn auf Stallniveau der Futter- und Wasserverbrauch der Tiere um mehr als 20 % sinkt, die wöchentliche Sterblichkeit die Grenze von 3 % übertrifft oder die Legeleistung während zwei Tagen um mehr als 5 % abnimmt.
Außerdem sollen dem Ministerium zufolge alle gewerblichen Geflügelhalter dafür sorgen, dass Fahrzeuge, die das Betriebsgelände befahren, gründlich mit einem zugelassenen Biozid desinfiziert werden. Ferner darf Geflügel von unterschiedlichen Betrieben nicht in einem Fahrzeug gleichzeitig transportiert werden. Der Zugang zu den Ställen ist für betriebsfremde Personen verboten; Schutzkleidung ist Pflicht. Darüber hinaus haben Betriebe mit infizierten Tieren Mist, Gülle und Einstreu aus den betroffenen Ställen zu desinfizieren.
Nach Angaben der Föderalen Behörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV) waren am Dienstag insgesamt 40 Betriebe von der Tierkrankheit betroffen. Der belgische Boerenbond zeigte sich über die rasche Ausbreitung alarmiert. Obwohl es sich um einen gering pathogenen Virus handle, verursache dieser umfangreiche Produktionsrückgänge und erhöhe die Sterblichkeit der Tiere.
Deshalb fordert der FAVV die Keulung der Tiere in den betroffenen Ställen. Dieser Maßnahme muss allerdings die EU-Kommission zustimmen. Das gilt auch für die von den Landwirten verlangten Entschädigungszahlungen für betroffene Geflügelhalter. Der belgische Tiergesundheitsfonds wird mit steuerähnlichen Abgaben der Geflügelhalter finanziert. Nach aktuellem Stand wären Entschädigungszahlungen für Einbußen durch H3N1 nach EU-Recht unzulässige staatliche Beihilfen. AgE (24.05.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Schaleneier
Importe zu drei Vierteln aus den Niederlanden
30.07.2019 — Mit Abstand größter Eierlieferant nach Deutschland sind unangefochten die Niederlande. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) heute berichtete, wurden nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) im Jahr 2018 insgesamt rund 6,50 Milliarden Schaleneier importiert
Antibiotika
Geflügelwirtschaft bekennt sich zu Reduktionszielen
20.07.2019 — Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hat die Bereitschaft der Branche zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Geflügelhaltung bekräftigt, dafür aber auch politische Unterstützung eingefordert.
Geflügelpest
Belgien erlaubt Keulung von H3N1-infizierten Beständen
19.07.2019 — Belgiens Föderale Behörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV) kann künftig auch die Keulung von Geflügel anordnen, das an der gering pathogenen aviären Influenza (LPAI) des Virustyps H3N1 erkrankt ist. Das geht aus einer soeben veröffentlichten Königlichen Verordnung hervor
Versicherungen
Ertragsschadenversicherung (EVT)
Der Schutz vor finanziellen Einbußen bei größeren Tierbeständen. Fälle wie die Afrikanische Schweinepest machen deutlich: Seuchenprophylaxe auf dem eigenen Hof ist wichtig. Wie schnell sind Sie jedoch indirekt von einer Seuche betroffen und z. B. mit einem Vermarktungsverbot belegt! Dann übernimmt eine Ertragsschadenversicherung den finanziellen Ausfall.
Mercosur
EU-Geflügelmästern droht wachsender Importdruck aus Südamerika
02.07.2019 — Die Geflügelmäster in der Europäischen Union müssen sich bei Umsetzung der zwischen der EU-Kommission und dem Mercosur-Block gefundenen Handelsübereinkunft auf einen wachsenden Importdruck aus Südamerika einstellen. Vereinbart wurde doch eine Freihandelsquote für Geflügelfleisch von 180 000 t,

xs

sm

md

lg

xl