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Bevölkerungsdichte

Auch ländliche Kreise wachsen

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Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland verläuft nicht einheitlich nach dem Muster "wachsende Städte und schrumpfende Dörfer". Vielmehr zeigt eine interaktive Anwendung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), dass die demografische Entwicklung in den Regionen unterschiedlich abläuft.
Danach wuchs der städtische Raum zwischen 1995 und 2017 insgesamt um rund 2,2 Millionen Menschen. Das entspricht einem Zuwachs um 4,1 %. Dagegen verlor der ländliche Raum im gleichen Zeitraum 825 000 Einwohner. Das bedeutet einen Rückgang um 3 %. Deutschlandweit verzeichneten 227 Kreise ein Wachstum, darunter 136 städtische und 91 ländliche Kreise. Demgegenüber schrumpften 174 Kreise, darunter 62 städtische und 112 ländliche Kreise.
Vor allem im Umland von prosperierenden Städten stiegen die Einwohnerzahlen ländlicher Kreise. Beispiele sind Erding mit einem Zuwachs um 31,5 %, Landsberg am Lech mit plus 20,2 % und Potsdam-Mittelmark mit einer Steigerung um 26,9 %. Überdurchschnittlich wuchsen aber auch vergleichsweise dünn besiedelte Landkreise wie Oberhavel und Havelland, deren Einwohnerzahlen sich zwischen 1995 und 2017 um jeweils mehr als ein Fünftel erhöhte. Andere ländliche Kreise verloren dagegen an Bevölkerung, einige mehr als ein Viertel ihrer Einwohner.
Wie die BBSR-Analyse weiter zeigt, standen auch bei den Großstädten die Zeichen in den letzten 20 Jahren nicht stetig auf Wachstum. Zwischen 1995 und 2011 verloren sie in der Summe sogar rund 235 000 Einwohner. Erst zwischen 2011 und 2017 stieg die Bevölkerung in den Großstädten zusammen um etwa 1,3 Millionen Einwohner an. Ursächlich dafür ist laut Bundesinstitut die Zuwanderung aus dem In- und Ausland. Dessen Angaben zufolge bremst der Zuzug aus dem Ausland zugleich Bevölkerungsverluste in strukturschwachen ländlichen Regionen. Die Anwendung ist unter www.bbsr.bund.de abrufbar. AgE (14.06.2019)
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