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Forst

Klöckner schlägt Programm zur "massiven" Wiederaufforstung vor

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Für ein "massives" Programm zur Wiederaufforstung hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ausgesprochen. Nach ihren Worten werden mehrere Millionen Bäume zur Wiederbewaldung geschädigter Flächen benötigt. Allein durch Waldbrände sei im vergangenen Jahr eine Fläche von insgesamt rund 2 500 ha verbrannt; das sei so viel wie seit 26 Jahren nicht mehr. Ein "historisches Ausmaß" habe zudem der aktuelle Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern, betonte Klöckner. Aus ihrer Sicht besteht daher "dringender Handlungsbedarf".


Neben den Waldbränden haben der Ministerin zufolge die Extremwetterereignisse des vergangenen Jahres mit Stürmen und Dürre sowie der anhaltende Borkenkäferbefall zu massiven Schäden geführt. Alle Schadereignisse zusammengerechnet sei hierzulande eine Freifläche von 110 000 ha durch Waldverlust entstanden.
Laut Klöckner könnten die notwendigen Investitionen für das "Mehrere-Millionen-Bäume-Programm" aus dem bestehenden Energie- und Klimafonds der Bundesregierung kommen. Das sei im Interesse aller, so die Ministerin. Sie sieht im Pflanzen von Bäumen das "effektivste Mittel" gegen den Klimawandel.


Erfreut über das vorgeschlagene Programm zur Wiederaufforstung zeigten sich der Präsident der "Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) - Die Waldeigentümer", Hans-Georg von der Marwitz, und der Vorsitzende des Verbandes Familienbetriebe Land und Forst, Max Frhr. von Elverfeldt. "Wir begrüßen es nachdrücklich, dass die Bundesregierung die Brisanz der Situation in unseren Wäldern erkannt hat und eine Unterstützung für die Wiederaufforstung leisten wolle", erklärte der AGDW-Präsident.


Der Energie- und Klimafonds ist nach Einschätzung der beiden Verbände „genau der richtige Absender“ für das Programm. "Die Funktion des Waldes für den Klimaschutz und als CO2-Speicher sind unbestritten", ergänzte von Elverfeldt. AgE (10.07.2019)
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