Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Schweinespielzeug

Sinnvolle Schweinereien

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: agrarKids
Vergnügtes Quieken kommt aus der Ferkelbucht. In der 4 x 2,5 m großen Bucht befinden sich 20 Ferkel und zerren, ziehen und stoßen mit ihren Schnauzen an einem Holzstück, das an einer Kette von der Decke baumelt. Am Holzstück ist ein kleines Stück Seil befestigt. Das andere Ende des Seils ist im Maul eines Ferkels, das gerade versucht, den anderen das Spielzeug wegzunehmen. Mit empörtem Quieken äußern die anderen Ferkel ihren Unmut über das nicht soziale Verhalten ihres Spielkameraden. Das gehört einfach zum Spiel. Schweine sind ausgesprochen neugierige, lernfähige und intelligente Tiere.
Schon mit einfachen organischen Materialien wie Heu, Stroh, Holz und Sägemehl kann man in ihnen den Spiel- und Wühltrieb wecken. Aber auch mit einfachen Spielzeugen, die von der Decke baumeln, kann man sie sehr gut beschäftigen. Wichtig dabei ist, dass sich das Spielzeug in der Mitte der Bucht befindet, so dass mehrere Tiere gleichzeitig damit spielen können. Schließlich spielen Ferkel gerne zusammen. Und ohne Beschäftigung beginnen sich die Tiere im Stall zu langweilen. Sie werden aggressiv und es kann passieren, dass sie sich gegenseitig in die Ringelschwänze beißen. Dies kann zu bösen Verletzungen führen. Um schlimmere Krankheiten zu vermeiden, muss der Schweinezüchter schließlich die Schwänze kupieren. Kupieren bedeutet, dass ein Stück abgeschnitten wird. Damit die Tiere beim Kupieren keine Schmerzen spüren, werden die Ferkel mit einem Schmerzmittel betäubt und der Ringelschwanz wird um ein Stück verkürzt.
Mit interessanten Beschäftigungsspielzeugen lassen sich das Schwanzbeißen und damit auch das Kupieren vermeiden. Mit vielen unterschiedlichen Spielzeugen geht dies am besten. Denn auch Ferkel haben ihre ganz eigenen Vorlieben. Zum beliebtesten Ferkelspielzeug zählt das "Bite-Rite". Das "Bite-Rite" hängt an einer Kette inmitten der Ferkelbucht. Es besteht aus einer trichterförmigen Kunststoffhalterung, an der 4 elastische Beißstäbe angebracht sind. Die Ferkel lieben es, auf den Beißstäben zu kauen und daran zu ziehen. Besonders beliebt sind Materialien zum Spielen und gleichzeitig zum Fressen.
Entdeckt man trotz Spielzeug immer wieder Ferkel mit frischen Bisswunden, sollte man sich die Mühe machen und den Quäler suchen. Die Unruhestifter sollten aus der Bucht
entfernt werden. Dann fühlen sich die Ferkel in ihrer Bucht wieder "tierisch" wohl.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(31.07.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Große Nachfrage
Danish Crown klopft Schweinepreise auf hohem Niveau fest
09.11.2019 — Mit Blick auf die knappe Angebotslage und das durch China beflügelte Exportgeschäft hat der dänische Schlachtkonzern Danish Crown (DC) die Preise für Schlachtschweine auf ein neues Rekordniveau angehoben. Das Unternehmen legte den Einkaufspreis gestern auf umgerechnet 1,82 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) fest;
Tiere auf dem Bauernhof
Wohin mit den Kälbern?
24.10.2019 — In den meisten Milchviehställen sieht man überall große, kräftige, ausgewachsene Rinder. Einige davon sind gerade trächtig und bekommen bald ihr nächstes Kalb. Was passiert mit den Kälbern wenn sie geboren wurden?
Agrarhandel
Erlöse der EU-Schweinefleischexporteure steigen kräftig
21.10.2019 — Die große Importnachfrage für Schweinefleisch in China sowie gestiegene Verkaufspreise haben die Einnahmen der Schweinefleischexporteure in der Europäischen Union nach oben schnellen lassen. Aktuellen Angaben der EU-Kommission zufolge belief sich der Ausfuhrwert von Januar bis August 2019 auf insgesamt 5,80 Mrd Euro;
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.
Tierhaltungskooperationen
Bewertungsrechtliche Sonderregelung bleibt
18.10.2019 — Die geltende Sonderregelung für bäuerliche Tierhaltungskooperationen bleibt erhalten. Der agrarpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Albert Stegemann, bestätigte heute eine entsprechende Verständigung der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD. Demnach bleibt es zwar bei der vorgesehenen Streichung von § 51a Bewertungsgesetz im Zuge der Grundsteuerreform, die morgen vom Bundestag beschlossen wird.

xs

sm

md

lg

xl