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Blühstreifen

Farbenfrohe Feldstreifen

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Copyright: agrarKids
Kennt ihr den roten Klatschmohn oder die wilde Kamille? Meist entdeckt man diese
Pflanzen an Feldrändern, an Wegen, die Hecken oder Hängen. Oftmals blühen diese Pflanzen in einem 3 bis 10 Meter breiten Streifen in einer Wildpflanzenmischung. Diese Mischung wurde vom Landwirt im Frühling extra ausgesät. Diese Pflanzen unterstützen den Lebensraum vieler Insekten und Wildtiere. So leben Schmetterlinge, Hummeln und Bienen vom Nektar der Blütenpracht. Die späteren, reifen Samen dienen Vögeln und Wildtieren als Futter. Oftmals werden die Blühstreifen auch als Nistplatz oder als Versteck vor Greifvögeln genutzt. In einigen Stängeln entdeckt man in den Hohlräumen sogar Raupen und Puppen. Sie nutzen die Halme, um darin zu überwintern. Auf den intensiv bearbeiteten Feldern fehlen den Insekten Blütenpflanzen, die ihnen Nahrung und Unterschlupf bieten. Das führt zum Aussterben vieler Bienen und Insektenarten, da sie zu bestimmten Zeiten einfach kaum Futter finden. Mit dem Anlegen der Blühstreifen aus Wild- und Kräuterpflanzen schafft der Landwirt einen Ausgleich zu seinen bewirtschafteten Feldern und versorgt so die Insekten und Bienen mit Nahrung.
Ohne die nektarsammelnden Insekten, würden die Blüten der Pflanzen nicht bestäubt und sie würden keine Früchte tragen. Es gäbe kein Obst, kein Gemüse und auch keine
Nüsse. Um die Insekten zu schützen, dürfen die Blühstreifen weder mit Dünger noch mit Pflanzenschutzmittel behandelt werden. Die Samenmischung sollte zum Boden passen.
Die Insekten in den Blühstreifen entpuppen sich zusätzlich als wahre Nützlinge - sie bekämpfen auch den Schädlingsbefall auf dem angrenzenden Feld. So dienen die Blühstreifen auch als ökologisches Pflanzenschutzmittel. Der Landwirt bekommt für den Anbau eines Blühstreifens landwirtschaftliche Fördergelder. Natürlich hat er mit den Blüh- und Kräuterstreifen auch etwas mehr Arbeit. Je nachdem, ob er sich für die einjährige oder mehrjährige Samenmischung entscheidet, muss er erst die Bodenfläche vorbereiten. Bei den mehrjährigen Pflanzen muss er den Bewuchs nach einem Jahr mähen und die Kräuterstreifen dann jährlich kontrollieren, damit ihm keine ungewollten Kräuter in das Feld wachsen. Trotzdem lohnt sich diese Mehrarbeit für uns alle, denn ohne Bienen und Insekten würden auch weniger Pflanzen bestäubt und wir könnten entsprechend weniger Obst, Gemüse, Beeren und andere Früchte ernten.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(05.06.2019)
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