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Bodenpreise

Kaufwerte für Agrarflächen im Westen nochmals kräftig gestiegen

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In Deutschland werden landwirtschaftliche Grundstücke insbesondere im Westen immer teurer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im vergangenen Kalenderjahr für einen Hektar Fläche in der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) in den alten Bundesländern im Durchschnitt 37 846 Euro gezahlt; das entsprach gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 7,9 %. In den neuen Ländern erhöhten sich die Kaufwerte für solche Grundstücke nur geringfügig, und zwar im Mittel um 0,6 % auf 15 720 Euro/ha. Destatis rechnet zu den FdlN im Wesentlichen Acker- und Grünland. Für das Bundesgebiet insgesamt weisen die Statistiker für 2018 einen durchschnittlichen Kaufwert pro Hektar FdlN von 25 485 Euro aus; das waren 5,9 % mehr als im Jahr zuvor.
Die mit Abstand höchsten Kaufwerte für Agrarflächen wurden in Bayern verzeichnet; dort kletterte der mittlere Hektarpreis um 6,6 % auf den Spitzenwert von 64 909 Euro/ha. In den Regierungsbezirken Oberbayern und Niederbayern wurde dabei die Marke von 100 000 Euro deutlich übertroffen. In Nordrhein-Westfalen verteuerten sich die FdlN 2018 im Schnitt besonders kräftig, nämlich um 10,3 % auf 53 067 Euro/ha. Auch in allen anderen westlichen Bundesländern zogen die Preise für landwirtschaftliche Grundstücke an, zwischen 0,3 % im Saarland und 12,1 % in Hessen.
Dagegen gaben die Kaufwerte für Flächen in der landwirtschaftlichen Nutzung in Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern entgegen dem Bundestrend nach, und zwar im Durchschnitt um 3,6 % auf 10 957 Euro/ha beziehungsweise 4,7 % auf 20 788 Euro/ha. Mecklenburg-Vorpommern blieb aber unter den neuen Bundesländern der Spitzenreiter, was die Grundstückspreise angeht. In Sachsen machten die Kaufwerte für FdlN einen regelrechten Sprung; sie erhöhten sich im Mittel um 20,4 % auf 14 140 Euro/ha.
Insgesamt wurden 2018 laut den Daten von Destatis weniger Agrarflächen als im Vorjahr verkauft. Im vergangenen Jahr wechselten in den Flächenstaaten zusammen 83 813 ha FdlN den Besitzer; das waren 4,0 % weniger als 2017. Die meisten Bewegungen auf dem Bodenmarkt gab es dabei erneut in den neuen Ländern, auf die 56 % der veräußerten Fläche mit landwirtschaftlicher Nutzung entfielen. Insgesamt wurden dort 46 822 ha und damit 6,5 % weniger als im Vorjahr veräußert; die Verkäufe im früheren Bundesgebiet gingen um 0,8 % auf 36 991 ha zurück. AgE (14.08.2019)
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