Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Klimaschutz

Raiffeisenverband gegen nationale Alleingänge

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
"Die richtigen klimaschutzpolitischen Weichenstellungen" mahnt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) an. In einem heute veröffentlichten Positionspapier warnt der DRV davor, die Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors zu gefährden und erteilt nationalen Alleingängen eine Absage. Nationale Klimaschutzaktivitäten einschließlich der Erhebung eines CO2-Preises seien möglichst auf europäischer und internationaler Ebene abzustimmen. Keinesfalls dürfe die Einführung eines CO2-Preises zu Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten der Raiffeisengenossenschaften führen.
Der DRV schlägt die Einführung eines "Agrarklimafonds" analog zum "Waldklimafonds" vor, der aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung gespeist werden und zur Finanzierung energie- und klimaeffizienzsteigernder Maßnahmen in der Agrarwirtschaft sowie zur Minderung der Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft beitragen soll.
Die Bundesregierung sieht der Raiffeisenverband zudem gefordert, einen verlässlichen Plan für den zukünftigen Energiemix vorzulegen. Dieser Plan müsse den unterschiedlichen Bedürfnissen in Stadt und Land Rechnung tragen. Dazu zählt für den DRV ein verstärkter Einsatz von Biokraft- und Brennstoffen sowie von anderen erneuerbaren Energieträgern wie E-Fuels.
"Die rund 2 000 im Deutschen Raiffeisenverband zusammengeschlossenen genossenschaftlichen Unternehmen der Agrarwirtschaft fühlen sich verpflichtet, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten", betont DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp. In dem gegenwärtig laufenden internen Dialogprozess stünden unternehmensinterne Prozesse genauso im Fokus wie Maßnahmen, mit denen die Unternehmen ihre Klimaeffizienz steigern könnten, so Holzenkamp. AgE (28.08.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Insektenschutz
Schulze und Klöckner gemeinsam am Runden Tisch
08.11.2019 — Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wird am Runden Tisch Insektenschutz teilnehmen, den das Bundesumweltministerium unter Federführung von Ressortchefin Svenja Schulze am 20. November veranstaltet. Das haben beide Ministerien heute auf Anfrage bestätigt.
Klimaschutz
CO2-Bepreisung birgt Chancen für die Landwirtschaft
11.10.2019 — Eine Bepreisung von CO2 könnte der Land- und Forstwirtschaft auch neue Einkommenschancen eröffnen. Darauf hat Dr. Andreas Täuber vom Referat Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Klimafolgen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hingewiesen.
Klimapaket
Bis 2023 annähernd 1,3 Milliarden Euro für die Land- und Forstwirtschaft
04.10.2019 — Die Bundesregierung stellt zur Umsetzung ihres Klimapakets zusätzliche Mittel im Bundeshaushalt 2020 und den Folgejahren sowie im Sondervermögen des "Energie- und Klimafonds" (EKF) bereit. Der am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Ergänzungshaushalt kommt auch der Land- und Forstwirtschaft zugute.
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.

xs

sm

md

lg

xl