Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Ernte

Klimawandel erfordert politisches Handeln

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Der Klimawandel erhöht nach Einschätzung des agrarpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, zunehmend den Druck auf die Landwirtschaft und die Wirtschaftlichkeit der Betriebe. "Unser Ziel muss sein, die Landwirtschaft weltweit noch nachhaltiger und effizienter zu gestalten und dadurch klima- und umweltschädliche Emissionen zu mindern", betonte der CDU-Politiker anlässlich des heute vorgelegten offiziellen Ernteberichts 2019.


Stegemann sieht sich durch Verlauf und Ergebnisse der Vegetationsperiode mit neuen Hitzerekorden und erneutem Regenmangel in seiner Forderung nach politischer Flankierung bestätigt. Der Erntebericht mache deutlich, "dass wir schnellstmöglich den Steuersatz für Dürreversicherungen von 19 % auf dann 0,03 % der Versicherungssumme senken müssen".
Sorge bereitet dem Unionspolitiker besonders der Einbruch beim Rapsanbau. "Wir benötigen Raps in einer vielfältigen Fruchtfolge", betonte Stegemann. Um das zu gewährleisten, müsse beispielsweise im Rahmen der Klimaschutzgesetzgebung die Treibhausgasminderungsquote bei Kraftstoffen angehoben werden.
Auch Grünen-Agrarsprecher Friedrich Ostendorff sieht die diesjährige Ernte im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Bäuerinnen und Bauern seien in ihrer Existenz direkt von der Klimakrise betroffen und zugleich wichtige Bündnispartner im Kampf für mehr Klimaschutz. "Neben kraftvollen Steuerungsmaßnahmen zur Emissionsreduktion brauchen wir innovative Konzepte, um die Extremwetter besser abzufedern", erklärte Ostendorff.
Zudem müsse klar sein, "dass der Humusaufbau eine der Kernaufgaben der Bodenbewirtschaftung ist". Ein humoser Boden könne Feuchtigkeit besser halten, CO2 binden und sei bei Starkregen robuster gegen Erosion. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner warf der Grünen-Politiker vor, Krisen zu beschönigen und echte Innovationen zu behindern. AgE (30.08.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Max Rubner-Institut
Insgesamt gute Qualitäten beim diesjährigen Brotgetreide
18.09.2019 — Trotz regional erneut extremer Witterungsverhältnisse haben die deutschen Bauern in diesem Jahr nach Einschätzung des Max Rubner-Instituts (MRI) insgesamt gute Qualitäten beim Brotgetreide erzielt.
Klimaschutz
Verbände fordern Nutzung aller Rohstoff- und Technologieoptionen im Verkehr
01.09.2019 — Auf eine Anhebung der Treibhausgas-Minderungsquote drängen insgesamt zwölf Unternehmen und Verbände. Dadurch ließen sich alternative Kraftstoffe und Antriebe in Deutschland fördern. Hinzu sollten Investitionsanreize kommen, damit die erforderlichen Produktionskapazitäten aufgebaut werden könnten,
Klimaschutz
Raiffeisenverband gegen nationale Alleingänge
28.08.2019 — "Die richtigen klimaschutzpolitischen Weichenstellungen" mahnt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) an. In einem heute veröffentlichten Positionspapier warnt der DRV davor, die Wettbewerbsfähigkeit des Agrarsektors zu gefährden und erteilt nationalen Alleingängen eine Absage.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Dürrehilfen
In Nordrhein-Westfalen rund 8,7 Millionen Euro ausgezahlt
27.08.2019 — In Nordrhein-Westfalen sind an landwirtschaftliche Betriebe, die aufgrund der Dürre im vergangenen Jahr in Existenznot geraten sind, insgesamt 8,7 Mio Euro an staatlichen Hilfsgeldern ausgezahlt worden.

xs

sm

md

lg

xl