Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Aktionsprogramm Insektenschutz

Bauernverband warnt vor Vertrauensverlust in den Naturschutz

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Der Deutsche Bauernverband (DBV) befürchtet durch das von der Bundesregierung beschlossene Aktionsprogramm Insektenschutz einen massiven Vertrauensverlust in den Naturschutz. Nachdem Landwirten bei Ausweisung der FFH-Gebiete versprochen worden sei, die gute fachliche Praxis könne uneingeschränkt fortgeführt werden und Vertragsnaturschutz sei das Mittel der Wahl, werde ein nunmehr vorgesehenes weitgehendes Verbot des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten als Wortbruch empfunden, erklärte der DBV-Umweltbeauftragte Eberhard Hartelt anlässlich des zweiten runden Tisches "Landwirtschaft und Insektenschutz", den das Bundeslandwirtschaftsministerium in dieser Woche durchgeführt hat.
Mit einem geplanten gesetzlichen Biotopschutz auf Wirtschaftsflächen wie artenreiches Grünland und Streuobstwiesen werden Hartelt zufolge zudem die Landwirte bestraft, "die seit Jahren einen freiwilligen Beitrag zum Naturschutz leisten". Seiner Auffassung nach konterkariert das unausgewogene Verhältnis zwischen gesetzlichen Auflagen und Förderung im Aktionsprogramm die vielfältigen Initiativen zum Insektenschutz und für die gesamte Biodiversität. Im Aktionsprogramm müsse der Kooperation Vorrang gegenüber dem Ordnungsrecht eingeräumt werden, betonte Hartel, der entsprechende Initiativen im Bundestag und von den Ländern erwartet.
Für den Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd stehen die im Insektenschutzprogramm angekündigten Fördermaßnahmen für Landwirte in keinem Verhältnis zu den immensen Vermögens- und Ertragsverlusten, die durch die verschiedenen Auflagen drohten. Erneut warf Hartelt der Bundesregierung vor, sie messe beim Insektenschutz mit zweierlei Maß. Während im Bereich der Landwirtschaft Verbote im Vordergrund stünden, würden andere Gefährdungsursachen wie Verkehr, Flächenverbrauch oder Windräder entweder ausgeklammert oder nur mit Appellen und Wettbewerben bedacht. (AgE) (13.09.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Klimaschutz
CO2-Bepreisung birgt Chancen für die Landwirtschaft
11.10.2019 — Eine Bepreisung von CO2 könnte der Land- und Forstwirtschaft auch neue Einkommenschancen eröffnen. Darauf hat Dr. Andreas Täuber vom Referat Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Klimafolgen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hingewiesen.
Klimapaket
Bis 2023 annähernd 1,3 Milliarden Euro für die Land- und Forstwirtschaft
04.10.2019 — Die Bundesregierung stellt zur Umsetzung ihres Klimapakets zusätzliche Mittel im Bundeshaushalt 2020 und den Folgejahren sowie im Sondervermögen des "Energie- und Klimafonds" (EKF) bereit. Der am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Ergänzungshaushalt kommt auch der Land- und Forstwirtschaft zugute.
Waldgipfel
Klöckner warnt beim Waldumbau vor ideologisierter Debatte
26.09.2019 — Angesichts der ernsten Lage im deutschen Wald hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für ein groß angelegtes, nachhaltiges Wiederaufforstungs- und Anpassungsprogramm mit klimaresilienten und robusten Mischwäldern ausgesprochen.
Börse
Tagesaktuell über die Terminmärkte informiert
Wie entwickeln sich die Preise? Wann soll ich verkaufen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Börsenkurse. Um höchstmögliche Erlöse zu erzielen, wird es immer wichtiger, den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf des Getreides zu nutzen. Das Preisniveau wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Informationen über das Wetter und damit auch das voraussichtliche Angebot, Zahlen über Lagerbestände oder auch die Nachfrage wichtiger Abnahmeländer. Wir informieren Sie tagesaktuell über die Entwicklung der Terminmärkte.
Volksbegehren Artenschutz
Rukwied sieht Existenz der Familienbetriebe in Gefahr
25.09.2019 — Der vorgelegte Gesetzentwurf des Volksbegehrens Artenschutz - "Rettet die Bienen" gefährdet aus Sicht des Präsidenten vom Landesbauernverband in Baden-Württemberg (LBV), Joachim Rukwied, die Existenz vieler Familienbetriebe. "Was wir brauchen, sind vernünftige, umsetzbare Lösungen, die den Artenschutz weiterbringen und gleichzeitig der Landwirtschaft Entwicklungsperspektiven bieten",

xs

sm

md

lg

xl