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Maisernte

Der Stärkste von allen

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Die Maisernte ist schon in vollem Gange. Auf den Feldern im ganzen Land wird tonnenweise Futter für Ställe und Biogasanlagen gehäckselt. So auch beim Lohnunternehmen Henke in Wagenfeld. Das liegt mitten in Niedersachsen in
Norddeutschland. In dieser Region gibt es viele Schweine- und Hühnerställe, aber auch viele Biogasanlagen. Deshalb wird hier besonders viel Mais angebaut. Dazu passt, dass die eher schlechten Böden der Pflanze nicht so viel ausmachen wie anderen Ackerkulturen. Bei den Henkes stehen sehr viele Fahrzeuge auf dem Hof und in den Hallen - wenn sie nicht gerade unterwegs sind, so wie jetzt bei der Maisernte. Christoph Henke, der 13-jährige Junior, zählt mal zusammen: etwa 30 Traktoren, 10 Mähdrescher,
jede Menge Tankwagen für den Gülletransport, sowie Transportanhänger, Sämaschinen, Güllefässer und Bodenbearbeitungsgeräte. Alles gibt es in ziemlich großer Ausführung, denn das Lohnunternehmen hat im Laufe des Jahres für die Landwirte in der Umgebung sehr viel zu tun.


"7.000 Hektar bewirtschaften wir für unsere Kunden", erklärt Vater Jörg Henke, der den Betrieb zusammen mit Christophs Mutter Maren in zweiter Generation führt. So wie jetzt zur Maisernte. Ach, die hätten wir fast vergessen: 10 Maishäcksler sind gerade jetzt in vollem Einsatz! So ein riesiger Fahrzeugpark, das ist schon außergewöhnlich für einen Familienbetrieb, meint auch Christophs Vater. 30 Mitarbeiter - die meisten sind schon lange Jahre im Betrieb Henke - gehören dazu. Aber was so ein richtiger Familienbetrieb ist, da helfen alle mit: Christophs älterer Bruder Sven (19 Jahre), die Schwestern Antje (17 Jahre) und Alina (21 Jahre). Im Büro, auf dem Hof und auf den Feldern wird jeder gebraucht. Nur der dreijährige Jonas schaut sich erst mal alles genau aus der Nähe an. Flaggschiff auf den Maisäckern ist der Big X 1100 - der Stärkste unter den Starken mit seinem 12-Zylinder-Motor, der mit 1100 PS mächtig Gas geben kann. Soviel Kraft sorgt für enorm viel Arbeitsleistung beim Ernteeinsatz.


Auch Christoph weiß schon genau worauf es ankommt: "Die Häcksler müssen immer laufen, hohe Leistung bringen und dabei leicht zu bedienen sein." Dass auch er mit dem Big X schon klarkommt, zeigt Christoph ganz stolz bei einer kurzen Fahrt auf dem Hof. Mit den Instrumenten in der Kabine kennt er sich ebenso gut aus: "Mit dem Computer
wird zum Beispiel die Häcksellänge beim Mais automatisch eingestellt." Auch den
Reifendruck kann er automatisch einstellen: "Nur 0,5 bar auf dem Feld, das schont den
Boden; und 1,5 bar auf der Straße für schnelleres Fahren." Und noch eine Besonderheit: die Turmverlängerung beim Auswurf des Erntegutes. "Der Häcksler kann dadurch weiter auf den Anhänger pusten. Das ist gut bei Kurvenfahrten", meint er schlau. Sein Vater nennt noch andere Dinge: "Die Qualität, die wir beim Landwirt abliefern, muss exzellent
sein." Genauso wichtig wie die Technik ist für ihn aber auch der Service: "Die Erntezeit ist zeitlich begrenzt." Wenn etwas an den Maschinen passiert, dann muss sofort geholfen werden.


Auf beides kann sich Familie Henke verlassen. Und dann sind da noch die Mitarbeiter - auch ein Aushängeschild des Unternehmens. Die meisten, die die großen Maschinen und Fahrzeuge bedienen, sind schon lange Jahre im Unternehmen Henke und kennen sich bestens aus mit der Technik. Weil jeder selbstverantwortlich seine Arbeiten erledigen kann, vereinfacht das die Organisation auf den vielen Feldern. Und zwar das ganze Jahr über. "Jeder Fahrer ist nicht nur an jedem Arbeitstag für seine Maschine ist auch im Herbst nach der Saison und im Frühjahr vor der nächsten Saison für die Wartung zuständig", erklärt Mutter Maren. So hat Christophs Vater auch Zeit genug, mit den Kunden zu sprechen, wenn diese ihn brauchen. Und das muss schließlich auch klappen.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(16.09.2019)
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