Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Klimapaket

Bis 2023 annähernd 1,3 Milliarden Euro für die Land- und Forstwirtschaft

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Bundesregierung stellt zur Umsetzung ihres Klimapakets zusätzliche Mittel im Bundeshaushalt 2020 und den Folgejahren sowie im Sondervermögen des "Energie- und Klimafonds" (EKF) bereit. Der am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Ergänzungshaushalt kommt auch der Land- und Forstwirtschaft zugute. Insgesamt stehen für den Agrarsektor bis 2023 im Energie- und Klimafonds 679 Mio Euro zur Verfügung. Im Bundeshaushalt werden im nächsten Jahr 135 Mio Euro und bis 2023 insgesamt fast 600 Mio Euro zusätzlich bereitgestellt.
Für die energetische Nutzung von Wirtschaftsdünger wird es laut Kabinettsbeschluss im Energie- und Klimafonds einen neuen Titel geben. Ab 2021 sollen für die Förderung von Güllelagern jährlich 60 Mio Euro zur Verfügung stehen. Das Bundesprogramm zur Erhöhung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau soll um jährlich 20 Mio Euro aufgestockt werden.
Erhebliche Mittel sind für die Umsetzung der Ackerbaustrategie eingeplant. Für den Aufbau und den Erhalt von Humus im Ackerland sind im EKF bis 2023 zusätzlich 75 Mio Euro und für den Schutz von Moorböden sowie die Reduzierung der Torfverwendung zusätzlich 168 Mio Euro vorgesehen. Ziel ist es, das Kohlenstoffspeicherpotential der Böden zu verstärken.
Deutlich angehoben werden die Mittel für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK)“. Für Maßnahmen im Wald beläuft sich die Erhöhung auf insgesamt 478 Mio Euro im Jahr. Ein Teil der GAK-Mittel soll nach Regierungsangaben für den klimarobusten Waldumbau sowie ökologisch sinnvolle Neuanpflanzungen bereitstehen. Daneben werden im Rahmen der GAK 25 Mio Euro zur Förderung des ökologischen Landbaus für das Jahr 2023 bereitgestellt.
Darüber hinaus werden im Bundeshaushalt in den Jahren 2020 bis 2023 für die Förderung der Holzverwendung sowie für weitere flankierende Maßnahmen zur Unterstützung des Waldumbaus zusätzliche Mittel im Bereich Nachwachsende Rohstoffe von insgesamt 69 Mio Euro eingestellt. In Modell-, Demonstrations- und Forschungsvorhaben zur Senkung von Stickstoffüberschüssen im Rahmen der Ackerbaustrategie sollen ab 2021 bis 2023 zusätzlich insgesamt 10 Mio Euro fließen. AgE (04.10.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Risikoabsicherung
Bundesrat sieht den Staat gefordert
11.11.2019 — Der Bundesrat sieht den Staat gefordert, die Risikoabsicherung in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zu unterstützen. In einer heute gefassten Entschließung spricht sich die Länderkammer dafür aus, für Mehrgefahrenversicherungen gegen witterungsbedingte Risiken Prämienzuschüsse zu zahlen.
Insektenschutz
Schulze und Klöckner gemeinsam am Runden Tisch
08.11.2019 — Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wird am Runden Tisch Insektenschutz teilnehmen, den das Bundesumweltministerium unter Federführung von Ressortchefin Svenja Schulze am 20. November veranstaltet. Das haben beide Ministerien heute auf Anfrage bestätigt.
Halbzeitbilanz
Bundesregierung sieht sich im Agrarbereich auf gutem Weg
07.11.2019 — Die Aufstockung der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK), umfangreiche Hilfen für Land- und Forstwirte zur Bewältigung der Dürrefolgen
Sicherheitsdatenblätter
Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen
Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Sicherheitsdatenblätter unerlässlich. Wir stellen Ihnen in einer Datenbank alle Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung - immer vollständig und aktuell für Sie zum downloaden. Alle Betriebsmitteln, von denen Gefahren ausgehen, werden als Gefahrstoffe eingestuft. Dazu gehören Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Lacke und Farben und viele weitere.
Klimaschutz
CO2-Bepreisung birgt Chancen für die Landwirtschaft
11.10.2019 — Eine Bepreisung von CO2 könnte der Land- und Forstwirtschaft auch neue Einkommenschancen eröffnen. Darauf hat Dr. Andreas Täuber vom Referat Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Klimafolgen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hingewiesen.

xs

sm

md

lg

xl