Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Niedersachsen

Zuschüsse für Güllelager stark überzeichnet

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Förderzuschüsse des Landes Niedersachsen für den Bau neuer Güllelagerstätten sind bei den Landwirten auf großes Interesse gestoßen. Wie das Landvolk Niedersachsen unter Berufung auf eine Statistik der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als zuständige Bewilligungsbehörde heute berichtete, haben im vergangenen Jahr 458 Landwirte einen Antrag auf die betreffende Förderung gestellt. Von ihnen hätten 402 bis zum 1. Dezember auch eine Baugenehmigung vorlegen können. Dahinter habe ein Fördervolumen von fast 15 Mio Euro gestanden, womit das bereitgestellte Förderbudget von 10 Mio Euro um ein Drittel übertroffen worden sei.
Die Bewilligungsbehörden hätten daher ein Ranking vorgenommen, beginnend bei einem Tierbesatz von 0 Großvieheinheiten (GVE) je Hektar. Damit würden Ackerbauern, die als Abnehmer von Gülle Lagerraum schaffen wollten, zunächst berücksichtigt. Insgesamt kamen dem Landesbauernverband zufolge 276 Antragsteller zum Zuge; diese wollten insgesamt 570 000 m³ an zusätzlichen Lagerraum für Gülle schaffen. Weitere 2,25 Mio Euro wolle das Land nach Angaben der Bewilligungsbehörden 2020 zur Verfügung stellen, um zumindest einen Teil der noch offenen Anträge abzuarbeiten.
Das Landvolk fordert indes eine weitere Aufstockung der Mittel und zudem auch in Regionen ohne Tierhaltung eine Erleichterung bei den Baugenehmigungen, um die wirtschaftseigenen Düngemittel aus den Überschussregionen mit Tierhaltung pflanzengerecht verwerten zu können. Landwirte sollten ihre wirtschaftseigenen Düngemittel über einen Zeitraum von neun Monaten lagern können, damit sie die eingeengten Ausbringungsfristen einhalten könnten. Regional betrachtet das größte Interesse an der Förderung von Lagerstätten für Wirtschaftsdünger zeigten laut Verband die Landwirte im Landkreis Rotenburg; sie hätten gut jeden zehnten Antrag gestellt. Es folgten die Landwirte in den Landkreisen Diepholz und Ammerland.
Das Landvolk wies auch darauf hin, dass Landwirte jetzt erstmals zur elektronischen Meldung für den Nährstoffvergleich und die Düngebedarfsermittlungen verpflichtet seien. Dazu habe das Land das Elektronische Nährstoffmeldeprogramm Niedersachsen (ENNI) geschaffen. Es solle sowohl die Düngebehörde als auch die Landwirte dabei unterstützen, die gesetzlichen Obergrenzen für die Stickstoff- und Phosphatdüngung einzuhalten. Meldepflichtig seien landesweit gut 30 000 Betriebe. AgE (10.01.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Düngeverordnung
CSU sperrt sich gegen Kabinettsbefassung
19.02.2020 — Die Novelle der Düngeverordnung wird entgegen der bisherigen Planung morgen nicht auf der Tagesordnung der Sitzung des Bundeskabinetts stehen. Dem Vernehmen nach hat das CSU-geführte Innenministerium sein Veto eingelegt.
Düngerecht
Bundesregierung erreicht Erleichterungen
10.02.2020 — Die Bundesregierung hat in den Düngerechtsverhandlungen mit der Europäischen Kommission einige Erleichterungen erreicht. Dazu zählt eine Ausnahmeregelung vom Verbot der Zwischenfruchtdüngung im Herbst für Festmist und Kompost von ökologisch und extensiv wirtschaftenden Betrieben.
Düngeverordnung
Heinen-Esser will Rote Gebiete "massiv" verringern
05.02.2020 — Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat den rheinischen Zuckerrübenanbauern ihre volle Unterstützung zugesagt. "Die Rübe gehört ins Rheinland", denn dort böten die Böden die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Anbau, sagte die Ministerin gestern auf der Mitgliederversammlung des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes (RRV) in Bergheim.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Düngeverordnung
Bundesregierung verständigt sich auf geänderten Entwurf
05.02.2020 — Das Bundeslandwirtschafts- und das Bundesumweltministerium haben sich auf Ebene der beiden Staatssekretäre Beate Kasch und Jochen Flasbarth über die von der Europäischen Kommission verlangten weitergehenden Änderungen an ihrem Entwurf zur Novelle der Düngeverordnung verständigt.

xs

sm

md

lg

xl