Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Düngeverordnung

Krüsken pocht auf regional differenziertes Vorgehen

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat seine Forderung nach einer Überprüfung des Nitratmessstellennetzes und einer genauen Abgrenzung sensibler Gebiete im Rahmen des Düngerechts bekräftigt. Die präzise und regional differenzierte Darstellung der Grundwasserqualität sei sowohl das Fundament einer zielgerichteten Düngepolitik als auch "ein wichtiger Baustein für die Akzeptanz des Gewässerschutzes in der Landwirtschaft", betont DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken in einem Schreiben an die Amtschefs der Länder.

Darin bezeichnet Krüsken ein differenziertes Vorgehen bei der Umsetzung verschärfter Düngeauflagen als "zwingend erforderlich". Keinesfalls kollidiere dies mit europäischen Vorgaben, sondern werde von der EU-Kommission sogar angeregt und unterstützt.
Im Rahmen der anstehenden Novelle der Düngeverordnung seien die Länder gefordert, anstelle der "roten Grundwasserkörper" die Einzugsgebiete der "roten Messstellen" als Maßstab und Grundlage für weiterführende Regelungen der Düngung heranzuziehen. Alternativ würde laut Krüsken eine verpflichtende Binnendifferenzierung im Rahmen der Düngeverordnung zu einer angemessenen Fokussierung der Maßnahmen führen. Ein Verzicht auf eine Binnendifferenzierung, wie er von einigen Ländern gefordert werde, würde seiner Auffassung nach nicht nur zu einer Übermaßregelung führen, sondern auch zu Lasten der Genauigkeit beim Grundwasserschutz gehen.
Der Generalsekretär appelliert an die Amtschefs, ein "konzertiertes Messstellen-Überprüfungsprogramm" auf den Weg zu bringen. Zum einen müsse das Messnetz breiter und repräsentativer werden. Zum anderen gebe es Informationen, dass in vielen Regionen die Zahl der nutzbaren Messstellen weitaus größer sei als im aktuell genutzten Messnetz. AgE (15.01.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Düngeverordnung
Stegemann bekräftigt Umsetzung der geforderten Änderungen
12.01.2020 — Einen fairen Umgang mit den Landwirten, die anlässlich der bevorstehenden Grünen Woche erneut in Berlin protestieren wollen, hat der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, angemahnt. "Die demokratischen Parteien sind aufgerufen, den Demonstranten nicht das Blaue vom Himmel zu versprechen, sondern ein realistisches Bild aufzuzeigen", erklärte der CDU-Politiker.
Gemeinsame Agrarpolitik
Bauernverband setzt auf starke Erste Säule und Eco-Schemes
10.01.2020 — Der Deutsche Bauernverband (DBV) setzt bei der Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf Verlässlichkeit. Laut einem heute von DBV-Präsident Joachim Rukwied vorgestellten Eckpunktepapier für einen künftigen GAP-Strategieplan für Deutschland pocht der Verband auf ein stabiles Agrarbudget mit einer starken Ersten Säule bis zum Ende der Förderperiode bis 2027.
Niedersachsen
Zuschüsse für Güllelager stark überzeichnet
10.01.2020 — Die Förderzuschüsse des Landes Niedersachsen für den Bau neuer Güllelagerstätten sind bei den Landwirten auf großes Interesse gestoßen. Wie das Landvolk Niedersachsen unter Berufung auf eine Statistik der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als zuständige Bewilligungsbehörde heute berichtete, haben im vergangenen Jahr 458 Landwirte einen Antrag auf die betreffende Förderung gestellt.
Altersvorsorge
Altersvorsorge
Die R+V und der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) haben gemeinschaftlich das Landwirtschaftliche Versorgungswerk eingerichtet. Ziel ist die Absicherung und Vorsorge der Betriebsleiter, der mitarbeitenden Familienangehörigen und der Mitarbeiter zu Sonderkonditionen.
Düngeverordnung
Merkel warnt vor unrealistischen Erwartungen
19.12.2019 — Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat erneut vor unrealistischen Erwartungen an den Verhandlungsspielraum der Bundesregierung im Hinblick auf die anstehende Verschärfung der Düngeverordnung gewarnt. Man dürfe nicht den Eindruck erwecken, als habe man noch monatelang Zeit für wissenschaftliche Analysen, sagte Merkel im Bundestag.

xs

sm

md

lg

xl