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Schlachtschweinemarkt

Abwärtstrend der Preise gestoppt

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Die in den vergangenen zwei Wochen stark unter Druck stehende Schlachtschweinenotierung in Deutschland hat sich wieder stabilisiert. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) beließ heute ihren Leitpreis auf dem Vorwochenniveau von 1,89 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Ihr zufolge wird das Lebendangebot in der neuen Schlachtwoche geringer ausfallen, nachdem es zuvor durch die hohe Abgabebereitschaft der Mäster im fallenden Markt aufgebläht war. Zudem soll laut VEZG auch die Nachfrage der Schlachtbetriebe wieder größer ausfallen.
Der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zufolge kamen bei den meldepflichtigen Schlachtbetrieben in der vergangenen Woche mit rund 980 500 Schweinen 3,9 % mehr Tiere an den Haken als in der Vorwoche. Laut Analysten deutet diese hohe Zahl nicht auf größere Kapazitätsengpässe bei den Schlachtunternehmen infolge fehlender Arbeiter aus Osteuropa hin. Schlachtschweine seien wieder gesucht, berichteten Marktteilnehmer. Dazu trage bei, dass die inländische Nachfrage in den Geschäften gut sei, und auch der Chinaexport wieder ans Laufen komme. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) nahm gestern ihre kurzfristige ausgesetzte Internetauktion an der Schweinebörse wieder auf; dort stieg der Durchschnittpreis um 2 Cent auf 1,99 Euro/kg SG.
In anderen EU-Ländern normalisierte sich der Schlachtschweinemarkt diese Woche nach den zuvor teilweise panikartigen Verkäufen der Mäster wieder. In Frankreich und Belgien werden stabile Schlachtschweinepreise erwartet. In Spanien berichtete der Mercolleida von gewissen Logistikproblemen infolge der Bekämpfung der Corona-Ausbreitung; die Schlachtbetriebe hätten bei der Produktion „einen Gang zurückgeschaltet“. Der Markt laufe aber weitgehend normal. Für die morgige Notierung wird dennoch ein Minus zwischen 2 Cent und 3 Cent/kg Lebendgewicht (LG) für möglich gehalten. Dieses dürfte in Italien mit bis zu 5 Cent/kg LG größer ausfallen. Die Produktion bei Schlachtern und Fleischverarbeitern soll dort wegen der Corona-Krise um 35 % bis 40 % gesunken sein. AgE (26.03.2020)
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