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Volksinitiative Artenvielfalt

Aktionsbündnis Ländlicher Raum betont gesellschaftliche Verantwortung

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Dass der Erhalt der Artenvielfalt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, hat das Aktionsbündnis Ländlicher Raum zum morgigen Start der Volksinitiative Artenvielfalt NRW hervorgehoben. Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei erbrächten bereits heute zahlreiche Leistungen zur Förderung der Artenvielfalt, erklärte der Verbändezusammenschluss heute in einer Presseverlautbarung. Die Volksinitiative stoße zwar nicht auf uneingeschränkte Zustimmung. Es gebe aber auch inhaltliche Schnittmengen, etwa was das Fünf-Hektar-Ziel des Flächenschutzes betreffe.
Das Aktionsbündnis sei bereit, sich "mit wissenschaftlich begründeten und nachweislich wirksamen Maßnahmen noch stärker zu engagieren". Voraussetzung dafür sei allerdings, dass entstehende wirtschaftliche Einbußen finanziell ausgeglichen würden. Ein umfassender Schutz der Artenvielfalt könne nur gelingen, wenn die Gesellschaft in allen Teilen Verantwortung übernehme. Die Vorteile für die Natur dürften nicht zu Nachteilen Einzelner werden.
Artenschutz sei "weder teilbar noch ideologisch delegierbar", so der Verbändezusammenschluss. Stadt und Land, Politik und Verwaltung, Naturnutzer und -schützer müssten jeder Anstrengungen zum Artenschutz unternehmen. Daher müsse die Volksinitiative einen Appell an die kollektive Verantwortung beinhalten, erklärte das Bündnis und forderte im Handlungsprogramm der Volksinitiative einen weiteren Punkt, der dies zum Ausdruck bringt.
Darin müsse explizit klargestellt werden, dass der Artenschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und die Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen erfordere. "Statt Verbote müssen anreizschaffende kooperative Lösungswege beschritten werden", heißt es im Formulierungsvorschlag. "Die dabei zum Nutzen der Natur erforderlichen Lasten und Auflagen sind fair und gerecht zu verteilen. Dies ist in einem Gesellschaftsvertrag verbindlich zu regeln."
Die Volksinitiative "Insekten retten - Artenschwund stoppen!" ist eine Initiative der Landesverbände vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) sowie von der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU). Sie bewerten den Zustand der biologischen Vielfalt in Nordrhein-Westfalen als „miserabel“ und fordern einen Kurswechsel in mehreren Politikfeldern. Das Aktionsbündnis Ländlicher Raum ist ein Zusammenschluss von insgesamt 15 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Wald, Gartenbau, Jagd und Fischerei. Es vertritt die Interessen von mehr als 500 000 Mitgliedern. AgE (23.07.2020)
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