ASP in Hessen

Ausbreitung soll verhindert werden

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: shuttertsock
Auch im benachbarten Bayern wird die Seuchenabwehr verstärkt.
Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Hessen sind im betroffenen Landkreis Groß-Gerau die Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Tierseuche angelaufen. Am Freitag (14.6.) war bei einem Wildschwein eine ASP-Infektion nachgewiesen worden. Wenige Kilometer davon entfernt wurden zwei weitere tote Wildschweine gefunden, die allerdings negativ auf das Virus getestet wurden. Das Wiesbadener Landwirtschaftsministerium stellte unverzüglich eine ASP-Koordinationsgruppe sowie einen Tierseuchenstab zusammen.

Laut Ministerium wurde um den Fundort in einem Radius von rund 15 Kilometern eine sogenannte Restriktionszone eingerichtet. Dort gebe es Einschränkungen für das Verbringen von Schweinen und deren Haltung sowie den Umgang mit tierischen Produkten und das Ausbringen von Gülle. Ein generelles Jagdverbot in der besagten Zone solle verhindern, dass Wildschweine aufgeschreckt werden.
Dem Hessischen Bauernverband (HBV) zufolge sind jetzt alle Schweinehalter aufgefordert, ihre Betriebe auf die richtigen Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen, um einen ASP-Eintrag in den eigenen Bestand zu verhindern. Als Hilfestellung könnten die ASP-Risikoampeln - für konventionell wirtschaftende Betriebe und für Offenstallhaltungen - genutzt werden. Diese dienten der eigenen Überprüfung und würden nicht an Behörden weitergeleitet, so der Verband. Aus diesem Grund sei eine ehrliche Beantwortung der Fragen entscheidend, um auch wirklich Schwachstellen im eigenen Betrieb zu identifizieren.

Vorsicht auch in Bayern
Nach dem Fund in Hessen weitete auch das angrenzende Bayern seine Maßnahmen zur ASP-Abwehr aus. Nach Angaben von Umweltminister Thorsten Glauber wird das Monitoring bei erlegten Wildschweinen im Grenzgebiet zu Hessen massiv verstärkt. Eine weitere zentrale Präventionsmaßnahme im Freistaat sei die Reduzierung der Wildschweindichte durch eine intensive Bejagung. "Auch die Landwirte sind gefordert", betonte Glauber. Schweinehalter sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen und verschärfen. AgE (18.06.2024)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Afrikanische Schweinepest
Zweiter Fall bei Hausschweinen in Hessen
19.07.2024 — Im hessischen Hausschweinebestand gibt es einen zweiten Fall von Afrikanischer Schweinepest, und zwar in einem Betrieb mit 1.100 Schweinen bei Groß-Gerau. Dessen gesamter Tierbestand wird gekeult. Bei der Kadaversuche in der Region rund um Groß-Gerau wurden auf einer Fläche von bislang 14.000 Hektar insgesamt 38 infizierte Wildschweine gefunden.
Afrikanische Schweinepest
Weitere Ausbreitung verhindern
18.07.2024 — Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium und der WLV sorgen sich angesichts der jüngsten ASP-Fälle um die Gesundheit der Hausschweine und rufen zur Vorsicht auf. Grundsätzlich sollten keine Schweinefleischerzeugnisse aus betroffenen Gebieten mitgenommen werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden zur Einhaltung der strikten Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.
Baden-Württemberg
Große Sorge vor ASP-Ausbruch
16.07.2024 — Landwirtschaftsminister Hauk hat sich besorgt angesichts der nah zur Landesgrenze aufgetretenen ASP-Fälle gezeigt. Auf dem Landesjägertag beurteilte er die Gefahr einer Virusinfektion als sehr hoch. Um das Seuchengeschehen einzudämmen, sollen Saufänge errichtet werden. Für Landesjägermeister Friedmann sind solche Fanganlagen ein Instrument der Seuchenbekämpfung, nicht aber der Jagd.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Rheinland-Pfalz
Neues Tierseuchengesetz beschlossen
15.07.2024 — Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat eine Novelle des Landestierseuchengesetzes beschlossen, das vor allem die Prävention stärken soll. Beispielsweise müssen Kreisverwaltungen Seuchenanzeigen jetzt auch außerhalb der Dienstzeiten entgegennehmen. Umweltministerin Katrin Eder ist überzeugt, dass sich Rheinland-Pfalz mit dem neugefassten Gesetz gut für die Zukunft aufstellt.

xs

sm

md

lg

xl