Geflügelpest

Ausbruch in Cloppenburger Entenmastbetrieb bestätigt

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Geflügelpest hat nun auch wieder die Landwirtschaft in Niedersachsen getroffen. Zum ersten Mal in diesem Herbst wurde dort in einem Agrarbetrieb die hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N1 nachgewiesen. Betroffen ist laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover ein Betrieb mit etwa 39 000 Enten im Landkreis Cloppenburg, einer Hochburg der deutschen Geflügelhaltung. Der Bestand wird im Rahmen der üblichen Seuchenschutzmaßnahmen gekeult. Der Landkreis richtete zudem die erforderlichen Sperr- und Beobachtungsgebiete ein und kündigte ein intensives Monitoring an verendeten Tieren in Nachbarbetrieben an.
Wie das Agrarressort berichtete, sind seit dem 1. Oktober 2021 sieben Fälle des hochansteckenden Geflügelpest-Virus vom Subtyp H5 bei Wildvögeln festgestellt worden. Bundesweit sei dieser bei 56 Wildvögeln nachgewiesen worden, wobei ein Großteil dieser Fälle auf Norddeutschland entfalle. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte das Risiko des Aufflammens der Geflügelpest in der Wildvogelpopulation und des Wiedereintrags des Virus mit einer anschließenden Verbreitung in der Wildvogel- und Wasservogelpopulation deshalb als "hoch" eingestuft.
In Anbetracht der aktuellen Risikoeinschätzung des FLI und der sich häufenden H5-Nachweise bei Wildvögeln in Norddeutschland sollen die kommunalen Veterinärbehörden noch bis zum 15. November eine Risikobewertung zur Seuchenlage durchführen. Auf dieser Grundlage soll über die Anordnung einer Stallpflicht für Freilandgeflügel durch den zuständigen Landkreis oder die zuständige kreisfreie Stadt entschieden werden.
Angesichts der dynamischen Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche in Norddeutschland dürften zumindest regionale Freilandhaltungsverbote kaum zu vermeiden sein. Die Veterinärbehörden bestätigten in den vergangenen Tagen mehrere neue Fälle in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Im Nordosten war nach Angaben des Schweriner Agrarressorts eine private Kleinhaltung im Landkreis Nordwestmecklenburg betroffen. In Schleswig-Holstein musste laut dem dortigen Landwirtschaftsministerium ein Bestand mit 460 Mastgänsen und 2 800 Masthähnchen im Landkreis Pinneberg gekeult werden. AgE (11.11.2021)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Tierseuchen
Afrikanische Schweinepest und Geflügelpest auf dem Vormarsch
18.01.2022 — Die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) waren im vergangenen Jahr die dominierenden Tierseuchen in Europa. Wie aus den Jahresdaten 2021 des europäischen Tierseuchenmeldesystems (ADIS) hervorgeht, gab es in zehn Staaten der Europäischen Union sowie in Serbien und der Ukraine ASP-Nachweise im Wildschweinebestand.
Vereinigtes Königreich
Person infiziert sich mit Geflügelpest
07.01.2022 — Im Südwesten Großbritanniens ist ein Mensch an der Geflügelpest erkrankt. Wie die britische Gesundheitsbehörde (UKHSA) gestern mitteilte, hat sich die betreffende Person durch sehr engen, regelmäßigen Kontakt mit einer großen Anzahl infizierter Vögel angesteckt, die sie über einen längeren Zeitraum in und um ihr Haus gehalten hat.
Geflügelpest
Zwei weitere Fälle in Mecklenburg-Vorpommern
29.12.2021 — In Mecklenburg-Vorpommern sind über die Weihnachtsfeiertage zwei neue Fälle von Geflügelpest aufgetreten. Betroffen sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Schwerin eine Kleinsthaltung mit 14 Tieren im Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie ein Putenbestand mit rund 20 700 Tieren im Landkreis Rostock. In beiden Fällen wurde der derzeit dominierende Virustyp HPAI H5N1 nachgewiesen.
Altersvorsorge
Altersvorsorge
Die R+V und der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) haben gemeinschaftlich das Landwirtschaftliche Versorgungswerk eingerichtet. Ziel ist die Absicherung und Vorsorge der Betriebsleiter, der mitarbeitenden Familienangehörigen und der Mitarbeiter zu Sonderkonditionen.
Geflügelpest
Weitere Seuchenfälle im Landkreis Paderborn
06.12.2021 — Im nordrhein-westfälischen Landkreis Paderborn zeichnet sich in puncto Geflügelpest noch keine Entspannung ab. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte in dieser Woche zwei weitere Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N1 in Geflügelhaltungen. Betroffen waren zuletzt je ein Betrieb in Delbrück-Steinhorst mit rund 1 600 Enten und 1 500 Junghennen und ein Hof in Delbrück-Sudhagen mit 300 Enten und etwa 15 000 Junghennen.

xs

sm

md

lg

xl