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Corona-Krise

Bauern suchen Lösungen für osteuropäische Erntehelfer

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In den Landesbauernverbänden mit einem hohen Anteil an Sonderkulturen wächst die Sorge, dass die Saisonarbeiten wegen der Corona-Pandemie und geschlossener Grenzen nicht erledigt werden können. Sie drängen deshalb auf eine schnelle Lösung für Saisonarbeitskräfte. Wie der Bayerische Bauernverband (BBV) heute feststellte, können rumänische und polnische Erntehelfer aufgrund der aktuell bestehenden Ein- und Ausreisebestimmungen nicht nach Deutschland einreisen. Eine Lösung der Situation sei dringend erforderlich. Vertreter der Landwirtschaft haben deshalb heute mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner telefoniert telefoniert und auf rasche Erleichterungen beziehungsweise Lösungen gedrängt.
"Von Seiten der Landwirtschaft wurden viele Vorschläge auf den Tisch gelegt, die unseren Betrieben kurzfristig Erleichterung bringen", erklärte BBV-Sozialreferent Martin Wunderlich. Vorstellbar seien beispielsweise eine Offenhaltung der Grenzen und Transitregelungen, eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit und eine Ausweitung der geringfügigen Beschäftigung. "Wir können uns aber auch vorstellen, dass freiwerdende Arbeitnehmer aus anderen Branchen innerhalb Deutschlands die Arbeiten der Saisonarbeitskräfte übernehmen" , so Wunderlich.
Auch der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) arbeitet an Lösungen für das akute Arbeitskräfteproblem. Laut WLV-Präsident Hubertus Beringmeier treibt die regionalen Spargel- und Erdbeerbauern die Sorge um, dass viele ihrer langjährigen Mitarbeiter aus Rumänien und Polen in diesem Jahr nicht nach Deutschland kommen werden. Der WLV steht nach seinen Angaben deshalb in Kontakt mit der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, um Möglichkeiten für die Einreise der Saisonarbeiter und alternative Maßnahmen zur Sicherung der Ernte zu besprechen. "Wir müssen auch quer denken und Alternativen - etwa durch Arbeitskräfte aus anderen Branchen oder Selbstpflücke auf den Feldern - nutzen, um den Weiterbetrieb der Landwirtschaft zu sichern", sagte Beringmeier. AgE (18.03.2020)
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