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Feldhamster

Bedrohter putziger Nager - der Feldhamster

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Feldhamster sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Sie ernähren sich von Getreidekörnern, Kräutern, Rüben und Kartoffeln, gelegentlich auch von kleinen Wirbeltieren. Normalerweise leben Feldhamster auf Ackerflächen mit Löss- und Lehmböden, in welche sie bis zu 2 m tief graben. Stroh dient dem Feldhamster als Versteck vor Fressfeinden aus der Luft.


Die Anwesenheit eines Feldhamsters auf einem Getreidefeld kann man durch frische
Erde mitten im Wintergetreide gut erkennen. Die hat er bei der Erweiterung seines
Baues ausgeworfen. Leider ist der Feldmaster extrem bedroht. In Brandenburg gilt er bereits als ausgestorben. Die meisten von uns haben den Feldhamster wohl noch nie zu Gesicht bekommen. Kein Wunder, denn das Tierchen mit den langen Schnurrhaaren und schwarzen Knopfaugen wurde jahrhundertelang als Schädling bekämpft. Heute sind es vor allem der stark zunehmende Städtebau und die großen Flächen in der Landwirtschaft, die den Rückgang der Feldhamsterbestände beeinflussen.
Fast den ganzen Tag verbringt der Feldhamster in seinem selbst gegrabenen Bau. Erst am Abend oder in der Nacht sucht er Futter, nach Sonnenaufgang geht er wieder in den Bau. Den Bau gräbt der Feldhamster mit den Vorderbeinen. Die lockere Erde wird später im Rückwärtsgang mit den Hinterbeinen weiterbefördert. In ungefähr einem Meter Tiefe
erweitert der Hamster die Gänge zu einer Nestkammer. Unverzichtbar für Hamster
sind auch die Vorratskammern. Während der Getreideernte im Juli beginnt er zu hamstern, um die Vorratskammern für den Winter zu füllen. Hamster erweitern ständig ihren Bau, im Laufe der Zeit kommen weitere Falllöcher und Gänge hinzu. Weitverzweigte bis zu 20 Meter umfassende Gangsysteme führen in Tiefen von 1 bis 2 Metern zu den Nestern der Hamster. Im Herbst wird der Bau weiter vertieft, unter der alten Nestkammer wird gegraben und ein Schlafnest errichtet. Als Polster nutzt der Hamster trockene Pflanzenreste und Stroh, aber auch Schnipsel aus Plastik, Papier oder Stoff.
Ab Oktober verschließt der Feldhamster alle Gänge mit Erde und zieht sich in seinen Bau zurück. Dort überwintern er und seine Familie bis zum kommenden Frühling. Alle fünf Tage wachen sie auf, um zu fressen. Für die Winterzeit brauchen sie zwei bis vier Kilo Getreide und Samen.
(12.08.2020)
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