Deutschland muss Ammoniakemissionen um 29 % reduzieren

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Deutschland muss den Ausstoß an Ammoniak in den kommenden Jahren um 29 % vermindern und hat damit im Vergleich zu den anderen EU-Ländern die höchste Last zu schultern. Dies geht aus der Novellierung der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe (NEC-Richtlinie) hervor, auf die sich das EU-Parlament und der Ministerrat gestern Abend verständigt haben.
Die Novelle setzt für fünf Schadstoffe einzelstaatliche Kürzungsvorgaben fest. Für die Landwirtschaft besonders wichtig sind die Vorgaben für den Ammoniakausstoß. Oberstes Ziel des Regelwerks ist der Gesundheitsschutz. Mit der Richtlinie soll in der EU bis zum Jahr 2030 und verglichen mit dem Stand im Jahr 2005 die Luftverschmutzung um etwa die Hälfte vermindert werden.
Deutsche Landwirte und Politiker hatten unlängst kritisiert, dass sie durch die geplante Richtlinie gegenüber ihren Berufskollegen in anderen EU-Mitgliedstaaten klar schlechter gestellt würden. So liegt das Einsparziel für Ammoniak in Frankreich bei 13 %, in Großbritannien bei 16 % und in Lettland bei nur 1 %. Der EU-Durchschnitt beträgt 18 %.
Die EU-Kommission hatte die Kritik aus Deutschland zurückgewiesen und betont, dass die Länder nach dem vorliegenden Richtlinienentwurf kleine landwirtschaftliche Betriebe von der Pflicht zur Minderung des Ammoniakausstoßes freistellen könnten. Die Minderungsgebote würden im Wesentlichen für große Betriebe gelten. Dort bestehe weder die Pflicht, die Intensivierung voranzutreiben noch die Zahl der Tiere zu vermindern. Die vorgeschlagene Minderung des Ammoniakausstoßes könnte auch durch die Nutzung einer Fülle bereits verfügbarer Techniken und Praktiken erreicht werden, so die Kommission. AgE (04.07.2016)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

BVL-Jahresbericht
Inlandsabsatz an Pflanzenschutzmittelwirkstoffen 2021 gestiegen
12.08.2022 — Entgegen dem langjährigen Negativtrend ist der Inlandsabsatz von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen in Deutschland im Jahr 2021 spürbar gestiegen. Wie aus dem am Dienstag, 09.08.2022, vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vorgelegten Jahresbericht zum Absatz an Pflanzenschutzmitteln hervorgeht, erhöhte sich die im Inland verkaufte Wirkstoffmenge im Vergleich zu 2020 ohne inerte Gase um 4,0 % auf 28 945 t.
Maisernte startet
Deutsches Maiskomitee: Erste Bestände vertrocknet
11.08.2022 — Die anhaltende Trockenheit mit hohen Temperaturen setzt den Maisbeständen zu. Wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) heute in Bonn berichtete, vertrocknen die Pflanzen vor allem auf leichten Standorten zunehmend von unten. Angesichts des Erntebeginns in dieser Woche raten die Fachleute den Landwirten, darauf zu achten, dass der Mais nicht zu trocken wird, damit er im Silo noch ordentlich verdichtet werden kann.
Europäische Union
Gassparplan in Kraft getreten
10.08.2022 — Die Europäische Union bereitet sich auf eine mögliche Unterbrechung der russischen Gaslieferungen vor. Gestern trat der Gassparplan in Kraft, mit dem der Verbrauch auf freiwilliger Basis verringert werden soll. Konkret haben die Mitgliedstaaten vereinbart, ihren Gasverbrauch zwischen dem 1. August 2022 und dem 31. März 2023 mit Maßnahmen ihrer Wahl um 15 % gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre zu senken.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Weinbau
290 Hektar neue Rebflächen genehmigt
10.08.2022 — Der Weinbau in Deutschland wächst. Insgesamt rund 290 ha an neuen Rebflächen hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für 2022 deutschlandweit genehmigt. Die meisten Genehmigungen gab es erwartungsgemäß mit rund 208 ha für Flächen in Rheinland-Pfalz, dem mit Abstand führenden Bundesland beim Weinbau.

xs

sm

md

lg

xl