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Zu wenig Erntehelfer

Düsseldorfer Landesregierung wirbt für Mitarbeit in der Landwirtschaft

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Einen Aufruf zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe in der jetzt beginnenden Pflanz- und Erntezeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung gestartet. "Tragen Sie mit dazu bei, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren", heißt es in einer veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, Integrations- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.
Gezielt ansprechen will man den Angaben zufolge zum Beispiel Personen, die sich coronabedingt derzeit in Kurzarbeit befinden, Asylbewerber und Geduldete, die arbeiten dürfen, sowie alle Interessierte, die in den kommenden Wochen mit einer Arbeit in der Landwirtschaft Geld verdienen und sich dabei für die Gesellschaft einsetzen möchten. Begleitend setzt sich die Landesregierung laut eigener Aussage auf Bundesebene dafür ein, dass rechtliche Einschränkungen verringert werden und der kurzfristige Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft unbürokratisch möglich ist.
"Wir haben eine Lücke von etwa 45 000 dringend benötigten Erntehelferinnen und Erntehelfern", erklärte Heinen-Esser. Alle Bürgerinnen und Bürger mit freien Kapazitäten seien dazu aufgerufen, ihre Hilfe auf den Höfen anzubieten. Die offizielle Spargelsaison für etwa 400 Betriebe in Nordrhein-Westfalen beginne am 8. April. Von den Einreisesperren sind der Ministerin zufolge in Nordrhein-Westfalen rund 53 000 Saisonarbeitskräfte betroffen. Derzeit seien bereits rund 8 300 Arbeiterinnen und Arbeiter auf den landwirtschaftlichen Betrieben im Land tätig.
Integrationsminister Stamp forderte eine Aufhebung von Arbeitsverboten, die einen Teil der Asylbewerber sowie Geduldete treffen. Der FDP-Politiker nannte es unverantwortlich, "dass der Bund diese Restriktionen auch nur einen Tag länger aufrechterhält". AgE (31.03.2020)
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