Afrikanische Schweinepest

Erster Fall in Rheinland-Pfalz

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Nun ist es amtlich: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat jetzt auch Rheinland-Pfalz erreicht. Wie das zuständige Mainzer Umweltministerium am Dienstagabend (9.7.) mitteilte, ist bei einem der Wildschweine, die am 6. Juli in Gimbsheim im Landkreis Alzey-Worms gefunden wurden, auch die Bestätigungsuntersuchung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) positiv ausgefallen. Damit bestätigte sich das Ergebnis der ersten Beprobung vom 8. Juli durch das Landesuntersuchungsamt (LUA). Die Kreisverwaltung Alzey-Worms hatte bereits Ermittlungen zu den tot aufgefundenen Wildschweinen aufgenommen und eine Expertenfachgruppe auf Kreisebene einberufen.

Derweil gibt es dem Ministerium zufolge einen weiteren ASP-Verdachtsfall nach Erstuntersuchung durch das LUA, und zwar bei einem toten Wildschwein in Oppenheim aus dem Landkreis Mainz-Bingen. Damit wäre möglicherweise der zweite Landkreis in Rheinland-Pfalz betroffen. Der Landkreis liegt innerhalb der Restriktionszone nach den ersten ASP-Funden in Hessen. Innerhalb des Kreises wird ebenfalls nach Wildschweinkadavern mit ausgebildeten Suchhunden und Drohnen mit Wärmebildkameras gesucht.

Innerhalb der Restriktionszone bestand bereits ein Jagdverbot und Leinenpflicht für Hunde. Dies gilt laut dem Umweltressort vor allem in der Nähe des Rheins, wo es große Schwarzwildpopulationen gebe, um die Wildschweine nicht aufzuhetzen und zu vertreiben. AgE (10.07.2024)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Afrikanische Schweinepest
Zweiter Fall bei Hausschweinen in Hessen
19.07.2024 — Im hessischen Hausschweinebestand gibt es einen zweiten Fall von Afrikanischer Schweinepest, und zwar in einem Betrieb mit 1.100 Schweinen bei Groß-Gerau. Dessen gesamter Tierbestand wird gekeult. Bei der Kadaversuche in der Region rund um Groß-Gerau wurden auf einer Fläche von bislang 14.000 Hektar insgesamt 38 infizierte Wildschweine gefunden.
Afrikanische Schweinepest
Weitere Ausbreitung verhindern
18.07.2024 — Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium und der WLV sorgen sich angesichts der jüngsten ASP-Fälle um die Gesundheit der Hausschweine und rufen zur Vorsicht auf. Grundsätzlich sollten keine Schweinefleischerzeugnisse aus betroffenen Gebieten mitgenommen werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden zur Einhaltung der strikten Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.
Baden-Württemberg
Große Sorge vor ASP-Ausbruch
16.07.2024 — Landwirtschaftsminister Hauk hat sich besorgt angesichts der nah zur Landesgrenze aufgetretenen ASP-Fälle gezeigt. Auf dem Landesjägertag beurteilte er die Gefahr einer Virusinfektion als sehr hoch. Um das Seuchengeschehen einzudämmen, sollen Saufänge errichtet werden. Für Landesjägermeister Friedmann sind solche Fanganlagen ein Instrument der Seuchenbekämpfung, nicht aber der Jagd.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Rheinland-Pfalz
Neues Tierseuchengesetz beschlossen
15.07.2024 — Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat eine Novelle des Landestierseuchengesetzes beschlossen, das vor allem die Prävention stärken soll. Beispielsweise müssen Kreisverwaltungen Seuchenanzeigen jetzt auch außerhalb der Dienstzeiten entgegennehmen. Umweltministerin Katrin Eder ist überzeugt, dass sich Rheinland-Pfalz mit dem neugefassten Gesetz gut für die Zukunft aufstellt.

xs

sm

md

lg

xl