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Vogelgrippe

Erstmals humane Infektion mit Subtyp H5N8 nachgewiesen

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In Russland ist es erstmals zu einer Übertragung der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N8 auf den Menschen gekommen. Russische Behörden bestätigten vergangene Woche die Infektionen bei sieben Mitarbeitern einer Geflügelschlachtanlage im Süden des Landes. Bei allen Personen sei die Erkrankung milde verlaufen und sie hätten sich bereits wieder erholt.


Für Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner war der Vorfall dennoch Anlass, die Geflügelhalter in Deutschland daran zu erinnern, dass sie ihre Tiere durch eigene Maßnahmen schützen könnten, indem sie die Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einhielten. Sie warnte außerdem davor, tote Vögel mit bloßen Händen anfassen. Falls doch geschehen, sollten die Hände sofort desinfiziert werden. Dies gelte ebenso für Funde toter Wildvögel, betonte die Ministerin.
Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums wurden in Deutschland seit den ersten Saisonfunden im Herbst 2020 insgesamt 625 Fälle der Geflügelgrippe bei Wildvögeln und 65 Fälle beim Hausgeflügel amtlich bestätigt. Bisher gebe es auch keine Hinweise darauf, dass die jetzigen in Deutschland vorhandenen H5N8-Viren auf den Menschen übertragen werden könnten.
Die Übertragung der Geflügelgrippe auf den Menschen ist in den vergangenen Jahren bei anderen Subtypen immer wieder vorgekommen. Nach Erhebungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden seit 2003 weltweit mehr als 2 300 humane Erkrankungen identifiziert. Bis 2012 waren dies laut WHO in den allermeisten Fällen H5N1-Viren in Asien und Ägypten. Seit 2013 wurden außerdem mehr als 1 500 humane Fälle mit Infektionen durch A(H7N9)-Viren in China festgestellt, darunter mindestens 600 Todesfälle. Ab 2014 wurden ebenfalls in der Volksrepublik einzelne Fälle von humanen Erkrankungen mit A(H5N6) und A(H9N2)-Viren registriert, einige davon mit Todesfolge. AgE (22.02.2021)
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