Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Deutschland

Fleischerzeugung im Juli deutlich gesunken

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Fotolia
Der in diesem Jahr in Deutschland zu beobachtende Rückgang der Erzeugung von Schweine- und Rindfleisch hat sich im Juli 2020 verstärkt fortgesetzt. Wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, wurden im Berichtsmonat knapp 4,30 Millionen Schweine geschlachtet; das waren im Vergleich zum Vorjahresmonat 311 560 Tiere oder 6,8 % weniger. Die Fleischerzeugung ging dabei um 5,3 % auf 409 520 t zurück.


Eine entscheidende Rolle für dieses Minus dürfte die Schließung des Tönnies-Schlachthofes in Rheda-Wiedenbrück gespielt haben, der erst zur Monatsmitte mit gebremster Kapazität die Arbeit wieder aufnehmen konnte. Die Folge war, dass in Nordrhein-Westfalen das Schlachtaufkommen gegenüber Juli 2019 um 410 000 Schweine oder 27,1 % auf 1,10 Millionen Stück einbrach. Ein zweiter Faktor war, dass sich im Juli die Zahl der hierzulande geschlachteten ausländischen Schweine um rund 164 700 auf nur noch 131 400 Tiere mehr als halbierte.
Bei den Rindern kamen im Berichtsmonat deutschlandweit 262 780 Tiere an den Haken; das entsprach einem Rückgang von 14 710 Stück beziehungsweise 5,3 % gegenüber Juli 2019. Wegen höherer Schlachtgewichte nahm die Rindfleischerzeugung „nur“ um 3,5 % auf 87 270 t ab. Überdurchschnittlich stark fiel das Minus mit 9,6 % auf 24 580 Tiere bei den Kälberschlachtungen aus. Zudem lieferten die Erzeuger und Viehhändler im Vorjahresvergleich 6,6 % weniger Kühe an die Schlachthöfe. Die Verarbeitung von Färsen lag um 4,2 % und bei Jungbullen um 3,9 % unter dem Niveau von vor zwölf Monaten.
In den ersten sieben Monaten 2020 kam es gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode den Wiesbadener Statistikern zufolge zu einem Rückgang bei den Schweineschlachtungen von rund 734 100 Tieren oder 2,4 % auf 31,10 Millionen Stück. Dabei nahm das Angebot ausländischer Tiere um 19,2 % auf 1,63 Millionen ab; bei Tieren aus heimischen Ställen fiel der Rückgang mit 1,2 % auf 29,74 Millionen relativ gesehen deutlich geringer aus. Die Schweinefleischerzeugung blieb dabei mit 2,97 Mio t um 1,7 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück. In den Schlachthöfen kamen insgesamt 1,84 Millionen Rinder an die Haken; das waren 67 930 Tiere oder 3,6 % weniger als von Januar bis Juli 2019. Die dazugehörige Rindfleischproduktion verringerte sich um 2,3 % auf 612 390 t. AgE (09.09.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

xs

sm

md

lg

xl