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Streuobstäpfel

Fruchtsafthersteller erwarten gute Ernte zu Streuobstäpfeln

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Die deutschen Fruchtsafthersteller rechnen für 2020 mit einer deutlichen Steigerung des Aufkommens an Streuobstäpfeln, so dass die häufig nahezu leeren Safttanks wieder gefüllt werden dürften. Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) in Bonn bezifferte heute die voraussichtliche Erntemenge an Streuobstäpfeln mit Verweis auf die aktuelle Fruchtbehangschätzung auf rund 850 000 t, nach nur rund 200 000 t im Vorjahr. Dennoch würde damit die 2018 erzielte Rekordmenge um 250 000 t verfehlt.


Allerdings erwartet der Verband regional deutliche Unterschiede. Im Süden Deutschlands dürfte die diesjährige Streuobstapfelproduktion verhältnismäßig hoch ausfallen. In dieser Region steht laut VdF etwa die Hälfte des bundesweiten Streuobstbestands. Dagegen seien die Ernteprognosen für den Osten Deutschlands niedriger, was auf die dort geringeren Niederschlägen und einem weniger dichten Behang zurückzuführen sei.
Laut VdF sah es zu Beginn der Streuobstsaison weniger gut aus für die diesjährige Ernte. So habe es im Frühjahr kaum Regen gegeben, und der Mai sei praktisch niederschlagslos gewesen. Die Regenfälle im Juni hätten die Streuobstbäume aber mit ausreichend Wasser versorgt. Zudem dürften die "durchwachsenen" Sommermonate dazu beitragen, dass die Äpfel noch größer würden. Jeder zusätzliche Zentimeter im Durchmesser pro Apfel steigere den Ertrag um rund 30 %, erklärte der Verband.
Aufgrund der schwachen Produktion 2019 sind die Lagerbestände der Fruchtsaftindustrie nach ihren Angaben zurzeit niedrig. Die anstehende Ernte werde die Apfelsafttanks aber wieder füllen. Dabei sei angesichts der Zertifizierungsdaten für extensiv genutztes Streuobst mit einem außergewöhnlich großen Anteil an Bioapfelsaft zu rechnen. In manchen Streuobstgegenden sei aufgrund des deutlichen Erzeugerpreisaufschlags für Ökoware gegenüber konventionellen Produkten der Anteil von Biostreuobst auf mehr als 50 % gestiegen. In der Folge dürfte dem VdF zufolge saure konventionelle Ware eher knapp werden. AgE (26.07.2020)
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