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Corona-Krise

Gartenbaubetriebe brauchen staatliche Unterstützung

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Der Gartenbau ist angesichts der Corona-Pandemie auf staatliche Hilfe angewiesen. "Die Krise ist jetzt schon so massiv, dass die Branche nicht ohne wirtschaftliche Unterstützung aus der Politik auskommen wird", erklärte der Präsident vom Zentralverband Gartenbau (ZVG), Jürgen Mertz, in Berlin. "Unsere zentrale Forderung lautet: Unterstützung des deutschen Gartenbaus - unabhängig ob gewerblich oder landwirtschaftlich - mit nicht rückzahlbaren Fördermitteln", so Mertz. Benötigt werde eine nicht rückzahlbare Förderung, um die laufenden Fixkosten decken zu können. Das seien vor allem Miet- und Pachtzahlungen, Leasingraten, Kapitaldienste, Versicherungsprämien sowie Steuern.
Zurückhaltend beurteilt der Verbandspräsident Liquiditäts- oder Überbrückungskredite. Sie könnten zwar kurzfristig Hilfe leisten, würden aber spätestens zum Problem, wenn die Kredite zurückgezahlt werden müssten. Angesichts der ohnehin angespannten Kapital- und Ertragssituation vieler Unternehmen des Gartenbaus zeichne sich ab, dass ein erhöhter Kapitaldienst nur schwer zu leisten sein werde.
Unbürokratische Hilfen seien auch von Seiten der Hausbanken nötig. Der ZVG hält die Verdopplung eines jeden individuellen Kontokorrentrahmens der Unternehmen für erforderlich. Diese Maßnahme könne auch mit einer Bundesbürgschaft begleitet werden.
Positiv äußerte sich Mertz zur geplanten Kurzarbeiterregelung. Sie stelle eine tatsächliche Erleichterung auch für den Neustart nach Überwindung der Krise dar, und zwar vor allem für Unternehmen mit hohem Anteil an nichtfamiliären Arbeitskräften.
Schließlich benötigten die Betriebe dringend ausreichend Arbeitskräfte, um die Versorgung mit Obst und Gemüse zu gewährleisten. Die Politik sei gefordert, vor allem im Bereich der Reisebeschränkungen der Saisonarbeitskräfte aktiv zu werden. Außerdem setzt sich auch der Gartenbauverband für kurzfristige Ausnahmen und Modifikationen beim Arbeitszeitgesetz sowie weiteren Arbeitsregelungen ein. AgE (23.03.2020)
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