Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Corona-Krise

Gartenbaubetriebe brauchen staatliche Unterstützung

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Der Gartenbau ist angesichts der Corona-Pandemie auf staatliche Hilfe angewiesen. "Die Krise ist jetzt schon so massiv, dass die Branche nicht ohne wirtschaftliche Unterstützung aus der Politik auskommen wird", erklärte der Präsident vom Zentralverband Gartenbau (ZVG), Jürgen Mertz, in Berlin. "Unsere zentrale Forderung lautet: Unterstützung des deutschen Gartenbaus - unabhängig ob gewerblich oder landwirtschaftlich - mit nicht rückzahlbaren Fördermitteln", so Mertz. Benötigt werde eine nicht rückzahlbare Förderung, um die laufenden Fixkosten decken zu können. Das seien vor allem Miet- und Pachtzahlungen, Leasingraten, Kapitaldienste, Versicherungsprämien sowie Steuern.
Zurückhaltend beurteilt der Verbandspräsident Liquiditäts- oder Überbrückungskredite. Sie könnten zwar kurzfristig Hilfe leisten, würden aber spätestens zum Problem, wenn die Kredite zurückgezahlt werden müssten. Angesichts der ohnehin angespannten Kapital- und Ertragssituation vieler Unternehmen des Gartenbaus zeichne sich ab, dass ein erhöhter Kapitaldienst nur schwer zu leisten sein werde.
Unbürokratische Hilfen seien auch von Seiten der Hausbanken nötig. Der ZVG hält die Verdopplung eines jeden individuellen Kontokorrentrahmens der Unternehmen für erforderlich. Diese Maßnahme könne auch mit einer Bundesbürgschaft begleitet werden.
Positiv äußerte sich Mertz zur geplanten Kurzarbeiterregelung. Sie stelle eine tatsächliche Erleichterung auch für den Neustart nach Überwindung der Krise dar, und zwar vor allem für Unternehmen mit hohem Anteil an nichtfamiliären Arbeitskräften.
Schließlich benötigten die Betriebe dringend ausreichend Arbeitskräfte, um die Versorgung mit Obst und Gemüse zu gewährleisten. Die Politik sei gefordert, vor allem im Bereich der Reisebeschränkungen der Saisonarbeitskräfte aktiv zu werden. Außerdem setzt sich auch der Gartenbauverband für kurzfristige Ausnahmen und Modifikationen beim Arbeitszeitgesetz sowie weiteren Arbeitsregelungen ein. AgE (23.03.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Fleischindustrie
Zeitpunkt für Öffnung des Tönnies-Werkes weiter unklar
08.07.2020 — Wann der große Schlacht- und Zerlegebetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wieder seinen Betrieb aufnehmen kann, ist immer noch ungewiss. "Ich wage keine Prognose, wann das Werk wieder arbeiten kann", sagte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer,heute bei einer Pressekonferenz.
Fleischwirtschaft
Tönnies muss Schlachtbetrieb wegen Corona einstellen
18.06.2020 — Der Fleischkonzern Tönnies hat heute seine Schlachtungen am Standort in Rheda-Wiedenbrück einstellen müssen. Grund ist eine drastische Erhöhung der Zahl von mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeitern. Dem Landkreis Gütersloh zufolge wurden nach vorherigen Corona-Fällen gestern in Reihentests gut 1 000 Mitarbeiter auf dem Werksgelände getestet.
SARS-CoV-2-Virus
Weiterhin keine Hinweise auf Empfänglichkeit bei Nutztieren
17.06.2020 — Es gibt nach wie vor keine Hinweise, dass sich landwirtschaftliche Nutztiere mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren können. Das hat der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Prof. Thomas Mettenleiter, heute in der Bundespressekonferenz bekräftigt.
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.
Corona-Konjunkturpaket
Große Handelskonzerne wollen Mehrwertsteuersenkung weitergeben
09.06.2020 — Die großen Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels wollen die im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets vorgesehene befristete Mehrwertsteuersenkung alle an die Kunden durchreichen. "Für uns ist es selbstverständlich, die steuerlichen Vorteile in Form von günstigeren Preisen an unsere Kunden weiterzugeben",

xs

sm

md

lg

xl