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Kükentöten

Geflügelwirtschaft will Ausstieg bis Ende 2021

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Die deutsche Geflügelwirtschaft will bis Ende 2021 aus dem Töten männlicher Küken aussteigen. Voraussetzung dafür sei, dass sich alle Partner entlang der Erzeugungskette und die Politik zu einem gemeinsamen Weg bekennen würden, erklärte ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke heute in Berlin.


Ripke kündigte den Aufbau einer gemeinsamen Branchenplattform der deutschen Geflügelwirtschaft mit ihren Partnern aus dem Lebensmitteleinzelhandel und den an der Forschung und Entwicklung beteiligten Unternehmen an, um kükentötenfreie Lieferketten anbieten zu können. Für die Beendigung des Kükentötens müssten die zur Verfügung stehenden Alternativen genutzt werden, die Geschlechtserkennung im Ei, die Aufzucht männlicher Tiere und die Nutzung von Zweinutzungsrassen.
Einem nationalen Gesetz für ein Verbot des Kükentötens in Deutschland erteilte der ZDG-Präsident indes eine Absage, weil damit das Problem lediglich ins Ausland verlagert würde. Erforderlich sei stattdessen eine verbindliche europaweite Regelung. "Wir wollen einen echten Ausstieg so schnell wie möglich", betonte Ripke.
Der ZDG-Präsident appellierte an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, den Lösungswillen der Wirtschaft im Schulterschluss mit dem Lebensmitteleinzelhandel und den an der praktischen Umsetzung beteiligten Unternehmen anzuerkennen. Dabei müsse jedoch allen klar sein, "es wird eine erhebliche Kraftanstrengung bedeuten". AgE (14.01.2020)
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