Gerstenernte

Gute Erträge bei mäßiger Qualität in Mecklenburg-Vorpommern

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
In Mecklenburg-Vorpommern hat die Raps- und Weizenernte begonnen, während der Drusch der Wintergerste nahezu abgeschlossen ist. Wie der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern heute in Neubrandenburg berichtete, holten die Landwirte in dem Bundesland im Durchschnitt 70 dt/ha Gerste von den Feldern. Trotz dieser "guten" Erträge seien die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben, weil die Körner klein und das Hektolitergewicht unterdurchschnittlich ausgefallen seien. Nach Einschätzung von Verbandspräsident Detlef Kurreck können die recht guten Preise dies nur teilweise wettmachen. Außerdem könnte die "mäßige" Qualität zu Problemen bei der Vermarktung führen.


Dem Verband zufolge lief die Gerstenernte im Juli wegen Gewittern und Regengüssen recht holprig an. Die Landwirte hätten immer wieder Pausen einlegen müssen. Die ergiebigen Niederschläge in der ersten Julihälfte hätten die Wasserversorgung auf den Feldern nach einem extrem trockenen und heißen Juni zwar wieder entspannt; für die Wintergerste und auf den sandigen Böden des Landes sei der Regen aber zu spät gekommen.
Laut dem Pflanzenbaureferenten des Verbandes, Frank Schiffner, haben sich wegen des Regenmangels schon sehr früh Trockenschäden in der Gerste gezeigt. Vor allem der Osten des Landes habe viel zu wenig Niederschlag abbekommen, so dass nicht nur die Qualität, sondern auch der Ertrag gelitten habe. In diesen Gebieten dürften wegen des hohen Anteils an sandigen Böden auch die übrigen Kulturen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Laut Kurreck fallen die Erträge auch im Rest von Mecklenburg-Vorpommern sehr unterschiedlich aus. AgE (28.07.2021)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Getreide
Ernte auch in Nordrhein-Westfalen enttäuschend
31.08.2021 — Auch in Nordrhein-Westfalen bleibt die diesjährige Getreideernte hinter den Erwartungen zurück. Lange habe es so ausgesehen, als würde das Wetter der Landwirtschaft in nach drei Trockenjahren endlich wieder eine überdurchschnittliche Getreideernte bescheren. Die jetzt an den Bund gemeldeten Daten der vorläufigen Ergebnisse zur Erntebilanz 2021 hätten diese Erwartungen allerdings nicht erfüllen können, berichtete das Landwirtschaftsministerium heute in Düsseldorf.
Ernteschätzung
DBV rechnet mit 42,4 Millionen Tonnen Getreide
30.08.2021 — Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) rechnet mit einer nur unterdurchschnittlichen Getreideernte. Bei der heutigen Erntepressekonferenz bezifferte DBV-Präsident Joachim Rukwied die zu erwartende Gesamtmenge auf 42,4 Mio t; das wären rund 1 Mio t weniger als im Vorjahr, während das Mittel der Jahre 2015 bis 2020 um 4,7 % unterschritten würde.
Ernteprognose
Raiffeisenverband erwartet noch weniger Getreide und Raps
18.08.2021 — Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat heute seine Prognosen für die diesjährige Getreide- und Rapsernte nochmals nach unten angepasst. Für Getreide einschließlich Körnermais wird nun ein "knapp durchschnittliches" Ergebnis von 42,9 Mio t erwartet und für Raps eine Produktion von 3,5 Mio t; im Juli war noch mit 900 000 t beziehungsweise 200 000 t mehr gerechnet worden.
Altersvorsorge
Altersvorsorge
Die R+V und der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) haben gemeinschaftlich das Landwirtschaftliche Versorgungswerk eingerichtet. Ziel ist die Absicherung und Vorsorge der Betriebsleiter, der mitarbeitenden Familienangehörigen und der Mitarbeiter zu Sonderkonditionen.

xs

sm

md

lg

xl