ASP

Hessische Kleinsthaltung infiziert

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Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist jetzt auch in einem hessischen Hausschweinebestand nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um einen Kleinstbetrieb mit neun Schweinen bei Biebesheim am Rhein im Kreis Groß-Gerau. Wie das Landwirtschaftsministerium am Montag (8.7.) in Wiesbaden mitteilte, bestätigte der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) den Verdacht. Daraufhin wurden die Tiere getötet.
Rund um den Betrieb werden nun eine Schutzzone mit einem Radius von 3 Kilometern sowie eine Überwachungszone mit einem Radius von 10 Kilometern eingerichtet. Hier gelten starke Einschränkungen für den Handel mit Schweinen und Schweinefleischerzeugnissen sowie für die Schlachtung.
Der Handel mit lebenden Tieren ist dort grundsätzlich verboten. Auch Gülle, Mist und benutzte Einstreu darf nicht aus der Zone verbracht werden. Schlachtprodukte von dort dürfen nur noch in Deutschland vermarktet oder müssen für den Export erhitzt werden. Das betroffene Gebiet reicht auch nach Rheinland-Pfalz. In der Zone befinden sich dem Ministerium zufolge auf hessischer Seite insgesamt rund 3.500 Schweine.
Der erste ASP-Fall war in Hessen Mitte Juni bei einem Wildschwein im selben Kreis wie jetzt die Hauschweininfektion festgestellt worden. Seitdem findet in der Region eine groß angelegte Kadaversuche statt. Elektrozäune entlang des Kerngebiets sollen die Wanderung infizierter oder erkrankter Tiere nach außen verhindern. Laut Angaben des Agrarressorts wurden bereits gut 7.500 Hektar von Teams mit speziellen Kadaversuchhunden und mit Drohnen abgesucht. Bislang wurden dabei 15 ASP-Fälle entdeckt.
ASP-Verdacht in Rheinland-Pfalz
Derweil hat die ASP jetzt vermutlich auch Rheinland-Pfalz erreicht. Wie das zuständige Umweltministerium in Mainz am Montagnachmittag mitteilte, wurden in Gimbsheim im Landkreis Alzey-Worms am 6. Juli ein totes sowie ein im Sterben befindliches Wildschwein gefunden und beprobt. Bei der ersten Untersuchung sei das ASP-Virus festgestellt worden. Da es der erste Fall in Rheinland-Pfalz überhaupt wäre, wurde dem Ministerium zufolge die Probe zur Bestätigung an das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) geschickt. Mit einem Ergebnis sei frühestens am morgigen Dienstag zu rechnen.
Eine gewisse Alarmstimmung herrscht indes auch in Baden-Württemberg. Dort rief Landwirtschaftsminister Peter Hauk schon vor Bekanntwerden des aktuellen Falls in Hessen dazu auf, dringend an den vorbeugenden Maßnahmen im Land festzuhalten. Hierzu gehörten vor allem die Biosicherheitsmaßnahmen in den landwirtschaftlichen Betrieben. Die Schweinehalter müssten alle erforderlichen vorbeugenden Hygienemaßnahmen ergreifen, um eine Seucheneinschleppung in ihre Tierbestände zu verhindern. AgE (09.07.2024)
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