Geflügelpest

Infektion bei Wildente in Schleswig-Holstein bestätigt

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Nach mehrmonatiger Pause ist die Geflügelpest in Schleswig-Holstein wieder nachweislich aufgetreten. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte den Erreger des Subtyps H5N1 bei einer Pfeifente, die im Rahmen des ganzjährig in Schleswig-Holstein stattfindenden Wildvogel-Monitorings im Kreis Nordfriesland verendet aufgefunden worden war. Es handelt sich um den ersten Nachweis der Geflügelpest in dem nördlichen Bundesland seit Mitte Juni.
Nach Angaben des Kieler Landwirtschaftsministeriums stellt die Geflügelpest in den Jahren 2020 und 2021 das bislang größte, schwerste und am längsten andauernde Seuchengeschehen dar. Seit den ersten Ausbrüchen Ende Oktober 2020 sei das Geflügelpestvirus bis Mitte Juni 2021 bei rund 700 Wildvögeln in Schleswig-Holstein bestätigt worden. Die weitere Entwicklung werde von den zuständigen Behörden in Schleswig-Holstein intensiv beobachtet, so das Ministerium. Derzeit werde lokal begrenzt eine geringe Anzahl von Totfunden verzeichnet; weitere Proben seien daher bereits zur Untersuchung entnommen wurden.
Angesichts des weiter grassierenden Erregers rief das Agrarressort alle Geflügelhalter im Land zum Schutz ihrer Tiere auf. Betriebliche Biosicherheitsmaßnahmen sollten kritisch geprüft, wo nötig optimiert und konsequent umgesetzt werden. Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand oder klinischen Anzeichen, die auf Geflügelpest schließen lassen würden, sei eine veterinärmedizinische Untersuchung vorgeschrieben, um ein unklares Krankheitsgeschehen im Bestand abzuklären und das Vorliegen einer Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen, betonte das Landwirtschaftsministerium. Auch beim Zukauf von Geflügel sollte darauf geachtet werden, ausschließlich gesunde Tiere zu erwerben. AgE (19.10.2021)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Geflügelpest
Weitere Seuchenfälle im Landkreis Paderborn
06.12.2021 — Im nordrhein-westfälischen Landkreis Paderborn zeichnet sich in puncto Geflügelpest noch keine Entspannung ab. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte in dieser Woche zwei weitere Ausbrüche der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N1 in Geflügelhaltungen. Betroffen waren zuletzt je ein Betrieb in Delbrück-Steinhorst mit rund 1 600 Enten und 1 500 Junghennen und ein Hof in Delbrück-Sudhagen mit 300 Enten und etwa 15 000 Junghennen.
Geflügelpest
Niedersachsen geht in den Krisenmodus
22.11.2021 — In weiten Teilen Norddeutschlands bis hin nach Nordrhein-Westfalen verschärft sich die Geflügelpestlage zusehend. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat deshalb heute offiziell den landesweiten Tierseuchenkrisenfall festgestellt und die Aktivierung des Tierseuchenkrisenzentrums in ihrem Ministerium sowie die Errichtung des Krisenkoordinierungsstabes angeordnet.
Geflügelpest
Verdachtsfall bei Puten in Nordrhein-Westfalen
19.11.2021 — Aller Voraussicht nach hat die hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) nun auch Nordrhein-Westfalen erreicht. In einem Mastputenbetrieb in Delbrück-Westenholz im Landkreis Paderborn gibt es einen Verdachtsfall auf die Geflügelpest bei mehreren Tieren. Der Bestand mit insgesamt 7 400 Puten wird daher vorsorglich getötet.
Rundumschutz
R+V-AgrarPolice
Im Schadenfall kann die wirtschaftliche Existenz des Betriebes und damit die Lebensgrundlage der Familie und der Mitarbeiter schnell gefährdet sein. Landwirtschaftliche Unternehmer sind kaum in der Lage, für diesen Fall ausreichend Rücklagen zu bilden. Die R+V-AgrarPolice bietet umfassenden betrieblichen Versicherungsschutz, den Sie individuell für Ihren Betrieb zusammenstellen können.en.
Geflügelpest
Ausbruch in Cloppenburger Entenmastbetrieb bestätigt
11.11.2021 — Die Geflügelpest hat nun auch wieder die Landwirtschaft in Niedersachsen getroffen. Zum ersten Mal in diesem Herbst wurde dort in einem Agrarbetrieb die hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N1 nachgewiesen. Betroffen ist laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover ein Betrieb mit etwa 39 000 Enten im Landkreis Cloppenburg, einer Hochburg der deutschen Geflügelhaltung.

xs

sm

md

lg

xl