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Buchführungsergebnisse

Kammern erwarten massive Gewinneinbußen der Agrarbetriebe

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Der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) bescheinigt den landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben "düstere Aussichten" im laufenden Wirtschaftsjahr 2020/21. Wie der VLK heute in Berlin ausführte, ist im Durchschnitt aller Betriebe und Regionen mit erheblichen Eigenkapitalverlusten und rückläufigen Gewinnen zu rechnen. Die stärksten Gewinneinbußen von bis zu 47 % werden für die Schweinehochburgen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erwartet. Der Schweinepreis habe sich zum Jahreswechsel 2020/21 auf dem niedrigsten Niveau seit fast 15 Jahren bewegt.


Die Rentabilität der Veredlungsbetriebe wird nach Einschätzung der Fachleute nach dem Rekordjahr 2019/20 in einen existenzbedrohenden Bereich abrutschen. Für Niedersachsen wird hier mit einem Einbruch der Betriebsergebnisse auf durchschnittlich nur 14 000 Euro gerechnet und für Nordrhein-Westfalen mit einem Rückgang auf 17 000 Euro.
Die Gewinne der Futterbaubetriebe sind laut VLK bereits seit drei Jahren rückläufig. Hier würden wohl Gewinne zwischen 44 000 Euro in Niedersachsen und 59 000 Euro im Saarland erreicht. Unterdessen befinden sich die Getreidepreise den Kammern zufolge zurzeit zwar auf einem Mehrjahreshoch, wovon die Ackerbauern im laufenden Wirtschaftsjahr aber nicht mehr profitieren könnten.
Die Regionen mit einer Landwirtschaftskammer zeigen dem VLK zufolge bei den Ackerbauern unterschiedliche Entwicklungen. Beispielsweise dürften die Unternehmensergebnisse in niedersächsischen Betrieben um 16 % auf durchschnittlich 62 000 Euro sinken und in Nordrhein-Westfalen um 19 % auf 53 000 Euro. Auch für Rheinland-Pfalz wird ein Rückgang erwartet, und zwar von 11 %. Anders sehe die Situation im Saarland und in Schleswig-Holstein aus, wo mit Zuwächsen von 14 % beziehungsweise 19 % gerechnet wird. Bedingt durch landesspezifische Betriebsstrukturen und ausgehend von einem schlechten Vorjahr könnten die dortigen Landwirte zum Niveau der anderen Bundesländer aufschließen, so die Kammern. AgE (26.01.2021)
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