Bericht EU-Nitratrichtlinie

Kaum noch Fortschritte bei der Gewässerbelastung

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In der Europäischen Union ist die Nitratkonzentration in den Oberflächengewässern und im Grundwasser in den letzten zehn Jahren nur noch geringfügig zurückgegangen. Allerdings ist die Belastung im Vergleich zur Situation vor Annahme der EU-Nitratrichtlinie im Jahr 1991deutlich geringer. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der EU-Kommission, der heute vorgelegt wurde. Wie die Brüsseler Behörde erklärte, ist die Nährstoffbelastung durch die Landwirtschaft in vielen Mitgliedstaaten nach wie vor ein "ernstes Problem". Im Untersuchungszeitraum des Berichts zwischen 2016 und 2019 sei bei 14,1 % des Grundwassers der für Trinkwasser festgelegte Grenzwert für Nitrat immer noch überschritten worden. Laut den Untersuchungsergebnissen gelten in der EU 81 % der Meeresgewässer, 31 % der Küstengewässer, 36 % der Flüsse und 32 % der Seen als eutrophe Wasserkörper.
Die Qualität der nationalen Aktionsprogramme hat sich der Kommission zufolge verbessert. Allerdings seien die bestehenden Maßnahmen bei der Bekämpfung der Verschmutzung in Gebieten, in denen die Belastung durch die Landwirtschaft zugenommen habe, in vielen Fällen nicht wirksam genug. Die Folgen des Klimawandels müssten bei den Anstrengungen zur Verringerung der Nitratbelastung auch auf nationaler Ebene stärker berücksichtigt werden.
Die Kommission kündigte daher Maßnahmen an, um eine bessere Umsetzung der Nitratrichtlinie sicherzustellen. Nur so könne das im Green Deal vorgesehene Ziel, die Nährstoffverluste bis 2030 um mindestens die Hälfte zu reduzieren, erreicht werden. Notwendig dafür sind nach Auffassung der Brüsseler Behörde verstärkte Anstrengungen in den meisten Mitgliedstaaten auf nationaler und regionaler Ebene.
Die Kommission sieht zwölf EU-Staaten - darunter Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Polen, Spanien, Tschechien und Ungarn - bei den Anstrengungen zur Verringerung der Nährstoffbelastung durch die Landwirtschaft vor den größten Herausforderungen. In sieben weiteren Ländern - wie Bulgarien, Frankreich, Italien und Zypern - gebe es, so die Untersuchung, ebenfalls Brennpunkte, an denen die Belastung dringend angegangen werden müsse. AgE (12.10.2021)
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